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Geschichte Opel Kadett Rallye

Sportlich, preiswert und legendär - größeres Bild durch Anklicken!
Lupe






Englische Version

Opel Kadett Rallye 1,1 SR / 1,9 S (ab 1967)
MotorReihen-Vierzylinder
Hubraum1078/1897 cm³
Bohrung * Hub75*61 / 93*69,8 mm
Verdichtung9,2/9,0 : 1
Kurbelwelle3-/5-fach gelagert
ZylinderkopfGrauguss
MotorsteuerungOHV/OHC (Kette)
GemischbildungDoppel-/Registervergaser
Tankinhalt40 Liter
Drehmoment85/149 Nm bei
3800/2500/min
Leistung44/66 kW (60/90 PS)
Nenndrehzahl5200/5100/min
BauartFrontmotor mit Heckantrieb
GetriebeViergang
Radstand2416 mm
Aufhängung vornDoppelquerlenker, Schraubenfedern, hydraulische Stoßdämpfer
Aufhängung hintenStarrachse, Zentralgelenk, Blattfedern, hydraulische Stoßdämpfer
LenkungZahnstange, Dämpfer
Reifen155 S 13
Bremsen v/hScheiben/Trommeln, hydraulisch, Zweikreis, Servo
Länge4182 mm
Breite1573 mm
Höhe1405 mm
Zuladung380/390 kg
Leergewicht780 kg + Fahrer(in)
Verbrauchca. 8/10 l/100 km
Höchstgeschwindigkeitca. 145/165 km/h
Kaufpreisca. 7.300/7.900 DM
Baujahr1967 - 1973

Der Rallye-Kadett ist Opels erste Offerte an sportlich orientierte und meist junge Fahrer, seltener noch weibliche. Man ist sich anfangs gar nicht so sicher bei den Opel-Verantwortlichen ob der Akzeptanz. Der deutliche Mehrpreis enthält entweder beim hubraumgleichen Motor 10 PS mehr oder direkt einen deutlich größeren und moderneren aus dem Opel Rekord.

Vielleicht hat man bei der Konzeption des Opel Kadett B noch nicht an den großen Motor gedacht, sonst hätte man ihm einen größeren Tank spendiert. Auch der erhöhte Ölverbrauch wird von Testern beklagt. Das ist aber alles fast nichts, wenn man die enormen Fahrleistungen des großvolumigen Motors besonders im schnellen Autobahnverkehr berücksichtigt.

Da kommt für relativ wenig Geld viel Fahrspaß auf, auch wenn der Federungskomfort dabei deutlich leidet. Immerhin ist das relativ einfache Fahrwerk sicher, trotz des größeren und damit wohl auch schwereren Motors. Natürlich sind in der Klasse noch keine Fünfganggetriebe üblich, wodurch die Gangsprünge besonders zum vierten etwas groß ausfallen.

Die schwarzen Felder auf der Motorhaube werden offiziell mit der Vermeidung von Lichtspiegelungen begründet. In Wirklichkeit sind sie das Erkennungszeichen. Dass der Rallye-Kadett auch ohne diese 'Kriegsbemalung' geordert werden konnte, fast niemand hat je einen im Straßenbild gesehen. Als sich die Wagen in diesem Marktsegment durchsetzen, lässt die Firma nicht locker. Der Erfolg geht über den Kadett GTE zum Manta II.

Die Firma verbindet mit diesem Modell offenbar noch eine andere Absicht, nämlich den Einstieg in den Motorsport. Seit 1968 gibt es einen Sportpokal für junge Renntalente. Das im Bild dargestellte Fahrzeug hat hierfür einen 106-PS-Motor, eine angepasste Hinterachsübersetzung, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Instrumente.
02/08


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