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Geschichte VW Golf V

VW Golf V - größeres Bild durch Anklicken!
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VW Golf V - Dieselmotoren
MotorReihen-Vierzylinder
Hubraum1968/1896/1896/1896/1896 cm³
Ventile2/2/2/4/4 je Zylinder
GemischaufbereitungPumpe-Düse
Turbolader-/ja/ja/ja/ja
Drehmoment140/210/250/320/350 Nm bei 2200/1800/1900/1750/2000/min
Leistung55/75/90/103/125 kW (75/90/105/140/170 PS)
Nenndrehzahl5000/5600/6000/5600/6000/min
BauartQuermotor mit Frontantrieb
GetriebeFünf-/Sechsgang (ab 77 kW), Sechsgang-DSG (optionalab 77 kW), Sechsgang-Automatik
Vierradantriebab 103 kW
LenkungZahnstangen-Lenkung, elektromechanisch
Aufhängung vornMcPherson-Federbein-Achse
Aufhängung hintenVierlenker
Radstand2578 mm
Bremsen v/hScheiben
Reifen195/65 R 15 (6") -
225/40 R 18 (7,5")
Länge4204 mm
Breite1759 mm
Höhe1513 mm
Tankinhalt55 Liter, 60 Liter (Vierradantrieb)
Leergewicht1217 - 1328 kg incl. Fahrer(in)
Bauzeit2003 - 2008 (?)
Höchstgeschwindigkeitca. 163 - 220 km/h
Emissionen143/132/132/145/164 g/km
EmissionsklasseEuro 4, Oxidationskatalysator
Partikelfilterab 77 kW

Er gewinnt im Jahr 2007 noch immer manchen Vergleichstest. Sogar mit Dieselmotor, auch wenn dieser durchweg als zu rau eingestuft wird. Weiterhin gilt er als der Begründer der nach ihm benannten Klasse, obwohl es eine Menge Autos vor ihm mit Platz sparendem Quermotor und Heckklappe gegeben hat. Er wird wohl 2008 vor der Zeit abgelöst werden. Heißt das, er ist doch nicht so gut wie sein Ruf? Es ist eher umgekehrt.

Offensichtlich sind nämlich seine Produktionskosten zu hoch. Es ist der seltene Fall, dass sich während seiner Entwicklung die Techniker gegen die Kaufleute mehr durchgesetzt haben als üblich. Wir wollen nur ein Beispiel herausgreifen. Anders als bei Mitbewerbern kann man beim Golf 5 die Aussenhaut der Türen abschrauben, um z.B. diese auszutauschen oder an die vielen in der Tür verbauten Teile heranzukommen. Diese Besonderheit wird wohl mit der Version 6 verschwinden.

Es ändert sich wohl nicht so schrecklich viel. Die Operation entspricht hier eher einem Facelift. Der Kostendruck ist hoch und muss schnellstmöglichst gemildert werden. Ob davon etwas dem Verbraucher zugute kommt? Immerhin bleibt viel Grundsätzliches der Golf-Technik erhalten, z.B. die Hinterachse. Auch die Zahl der Varianten soll verringert werden. Einfachere Konstruktion kann ja auch ein geringeres Reparaturkostenrisiko bedeuten. Interessant ist es, jetzt schon einmal zu schauen, was sich seit der Vorstellung 2003 getan hat.

Zu den wesentlichen Veränderungen gehört wohl der Rückzug von der Schichtladung. Die Bezeichnung 'FSI' ist zwar geblieben, steht aber seit Ende 2004 für einen Direkteinspritzer im Homogenbetrieb. Damit sind bestimmte, recht günstige Verbrauchsdurchschnitte auch bei sehr vorsichtiger Fahrweise nicht mehr erreichbar. Allerdings kann man jetzt das preiswertere Superbenzin tanken. Nicht ganz reibungslos verläuft die Einführung des integrierten Partikelfilters. Auch 2007 ist er erst ab 77 kW erhältlich, erstaunlich genug, auch beim Spitzenmodell, nur mit Zweiventilern.

Als erfolgreich kann man wohl die Einführung der TSI-Technik bezeichnen. Zeitweise kommen sich die schnellen Motoren gegenseitig ins Gehege. Nach GTI folgt R32, darunter der GT. Die als hoch empfundenen Preise werden anfangs durch 'kostenlose' Klimaanlage angehalten, später folgen die früher schon üblichen Sonderausstattungen, diesmal als 'Goal' (Fußball-Weltmeisterschaft) und 'Tour'.

Erfolgreich ist auch die Ausweitung des Programms, die deutlich höhere 'Plus'-Variante und darauf basierend dem 'Cross'-Golf. Erwartet wird der Tiguan. Und wie fährt sich ein Golf Diesel Jahrgang 2007? Bevor die Frage beantwortet wird, hier ein wenig Abschiedsschmerz. Denn das ist wohl eine der letzten Begegnungen mit dem Pumpedüse-Konzept im Pkw. Der nächste Dieselmotor wird durch Common Rail gefüttert werden. Angeblich wird der nächste etwas wohlfälliger klingen. Ob er mehr verbraucht?

Hier ein kleiner Fahrbericht von 5565 km Strecke: ein ziemlich normales Auto ohne Fransen. Auch nach einem ganzen Tag im Auto, steigt man ohne Rückenschmerzen aus. Die Sitze bieten auch genügend Seitenhalt. Durchschnittsverbrauch von 5,7 l/100 km, allerdings mit einem Teilabschnitt von 6,4 Litern (!), wahrscheinlich wegen der Staus in Sete und Agde. Um Geld zu sparen und die Umwelt evtl. zu schonen, kommt man recht schnell auf die Idee, Biodiesel tanken zu wollen. Aber Pustekuchen, sowohl die Bedienungsanleitung als auch die Tankklappe verbieten dieses.

Eklatant ist die Anfahrschwäche unter 1500/min, die nicht zu einer niedertourigen Fahrweise passt. Solange man den Drehzahlmesser über 1750 hält, ist alles prima. Dann hat der Motor auch genügend Kraft, um fast alles zu bewerkstelligen, auch bei Bergpassagen. Es ist nicht der Motor, der einen in den Bergen abbremst, eher die Geschwindigkeitsbegrenzungen bzw. langsame Autos vor einem. Anfangs versucht man in den kleinen französischen Dörfern im fünften Gang zu bleiben, 50-60 km, aber ob des Motorbrummens nimmt man recht schnell dann doch den vierten. Im gesamten Urlaub ist das Auto immer mal wieder unfreiwillig ausgegangen.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Einteilung des Tacho, weil sie sich jenseits von 100 km/h ändert. Bei den vielen Geschwindigkeitsbeschränkungen kann man mit sich zusätzlich zugestandener Toleranz leicht ins Schleudern kommen. Wie wäre es, die andere Einteilung ab 120 km/h zu beginnen? Ansonsten gibt es viele angenehme Kleinigkeiten. Die Blinker in den Seitenspiegeln ergeben eine zusätzliche Rückkopplung. Die Konstruktion des Blinkers ist besser gelungen als bei Opel. Die Airco kühlt auch das Handschuhfach. Große Flaschen finden vorne in der Tür Platz, und bleiben relativ kühl. Das Rot in der Mitte der Instrumente ist schön deutlich, aber auf die Dauer gewöhnungsbedürftig. Die Sitze sind über einen weiten Bereich verstellbar, ein Ablagefach sogar in der Mitte unter der Windschutzscheibe. Sehr praktisch an französischen Mautstationen.

Bleibt nur noch die Frage, warum in einem Golf vom Jahrgang 2007 so viel Platz verschwendet wird? So kauft man große Innenkotflügel für nicht benötigte Breitreifen, die im Fuß- und Gepäckraum weniger Platz lassen. Hinten die anspruchsvolle Achse unter einem dadurch nicht ganz optimal tiefen Gepäckraumboden. Leidet man hier wegen der Allrad-Variante? Dazu kommt ein im Vergleich zu früher großer Kardantunnel (ohne Kardanwelle freilich). Offensichtlich hat man hier für alle möglichen Abgastechniken vorgesorgt. Der Mitteltunnel ist dadurch seltsam hoch. So werden Fahrer/in und Beifahrer/in sehr deutlich voneinander getrennt. Es bedarf akrobatischer Übung, den Fahrersitz vom Beifahrersitz aus zu erreichen. Die Garage des Hotels in Milan ist ziemlich eng. Das gilt übrigens auch für hinten! Der dritte Sitz wird somit vollends unbequem. Immerhin bringt der große Tunnel viel Stabilität für die Fahrgastzelle.

VW Golf V - Benzinmotoren
MotorReihen-Vierzylinder
Hubraum1390/1598/1598/1390/1984/1390 cm\'b3
Ventile4/2/4/4/4/4 je Zylinder
Aufladung-/-/-/Turbo+Kompr./-/Turbo+Kompr.
Drehmoment132/148/155/220/200/240 Nm bei 3800/3800/4000/1750/3500/1750/min
Leistung59/75/85/103/110/125 kW (80/102/115/140/150/170 PS)
Nenndrehzahl5000/5600/6000/5600/6000/6000/min
Leergewicht1153 - 1320 kg incl. Fahrer(in)
Höchstgeschwindigkeitca. 168 - 220 km/h
Emissionen165/176/159/169/191/174 g/km
EmissionsklasseEuro 4





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