Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z




Formeln
Alle Tests
Kfz-Jobs
F7 F9





1988 VW Passat B3



Wer sagt denn, dass große Autowerke nicht manchmal auch ohne direkten, wirtschaftlichen Zwang neue Wege beschreiten. Mit dem Passat von 1990 hat VW das getan. Der Antrieb wird von Längs- auf Quermotor umgestellt und damit mehr dem des Golf angepasst. Möglich wird dies, weil man inzwischen einen völlig neuen, platzsparenden Sechszylinder-VR-Motor konstruiert hat, der quer in den Passat passt. Auch für den Allradantrieb gibt es ab 1991 eine Alternative.
Die Vorteile dieser Umstellung sind unverkennbar. Es gibt keinen Konkurrenten in der gleichen Wagenklasse mit solch günstigem Verhältnis zwischen Innen- und Außenmaßen.


Dieser Wagen wird, auch mit seinen Nachfolgern verglichen, noch für lange Zeit den größten Innenraum haben. Und gleich noch eine kleine Revolution: der Kühlergrill fehlt, obwohl der Motor vorne eingebaut ist. Er erhält alle nötige Luft aus dem Bereich unterhalb der Stoßstange und durch sein VW-Emblem (Ansaugluft). Vorteil ist eine besonders geringe Durchströmung des Vorderwagens und damit ein geringerer Luftwiderstand. Er rennt mit 100 kW mehr als 5 km/h schneller. Doch die meisten Autokäufer(innen) können sich an ein Auto ohne Lufteinlass zwischen den Scheinwerfern nicht gewöhnen. Mit der nächsten Überarbeitung 1993 ist VW gezwungen, den Kühlergrill wieder einzuführen.


Im Laufe der Modellentwicklung werden Motoren bis zu 136 kW (184 PS) eingebaut. Damit erreicht der Wagen ca. 225 km/h. Bei den Dieselmotoren ändert sich kurz vor der Ablösung noch das Grundprinzip. Sie werden auf Direkteinspritzung umgestellt. Der erste TDI mit 66 kW (90 PS) kommt Ende 1993. Auch im Sicherheitsbereich gibt es mit Airbag und Gurtstraffer neue Standards.

Vorgänger - der Passat von 1983
Nachfolger - der Passat von 1996





In den Niederlanden sind schon Mittelklassewagen durch Steuerbelastung beim Kauf wesentlich teurer als in Deutschland. Deshalb werden Autos dort auch länger gefahren. Die AutoWeek berichtet 2004 von einem eher seltenen Passat Variant, G60-Lader und Synchro-Antrieb mit über 280.000 km auf dem Tacho. Spannende Frage, wie sich besonders der als wenig langlebig verrufene G-Lader bewährt hat.

Um es direkt zu beantworten, es ist noch der erste. Der Besitzer folgt besonderen Intervallen, z.B. wechselt er alle 70.000 km die Dichtringe und schaut dabei nach den Sicherungsringen an den Achsen. Den Antriebsriemen tauscht er alle 20.000 km. Von den Reparaturen her auffällig ist nur die neue Kupplung bei 110.000 km, vermutlich weil das Fahrzeug bis dato im Leasing gelaufen war.

Nein, der Besitzer ist zufrieden, besonders mit den immer noch guten Fahrleistungen des Wagens, hadert aber ein wenig mit dem Synchro-Antrieb, der jetzt so langsam alterbedingte Beschwerden zeigt. Auch das wird sich beheben lassen, weil es Länder gibt, wo diese Passat-Variante besonders beliebt ist, z.B. Kanada. Dort sind Tipps und Teile günstig.

Von Rost wenig Last . . .

Auch der Teilemarkt in Deutschland wird von den Niederlanden aus als günstig bezeichnet. Der Wagen wird noch lange nicht aufgegeben. Das zeigt die Tatsache, dass dort der Besitzer eine neue Inneneinrichtung erstanden hat. Zum Schluss erfahren wir auch einen zweiten Grund für den Kauf dieses sportlichen Autos: typisch Niederlande, ein 1.500 kg schwerer Wohnwagen.










Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller