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Škoda - Geschichte 2


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Vaclav Laurin hat bis dato mit einem anderen Partner im Nachbarort eine Fahrradfabrik betrieben, sich aber mit diesem überworfen. Den Rest kann man sich fast denken. In einer kaum viel größer als gut 100 m² großen Werkstatt mit angrenzendem Hof (in der heutigen Prazka-Straße) entsteht 1895 die Fertigung eigener Fahrräder und die Reparatur gebrauchter. Wie bei anderen Produzenten hierzulande beruht die Produktion auf aus Großbritannien vorgefertigten Rahmen, wo die Entwicklung weiter fortgeschritten ist.

Auch bei den übrigen Teilen ist man auf Import aus Britannien angewiesen. Schauen Sie sich das erste Fahrrad der beiden an. Es ist an Einfachheit kaum zu überbieten, kostet allerdings zwei Monatsgehälter eines Handwerkers, vom Lohn eines Ungelernten mit 5 Schuljahren ganz zu schweigen. Für Damenräder kommen noch einmal 50 Prozent hinzu. Wer kann sich das leisten?

Dabei haben die beiden Firmengründer noch Glück. Immerhin ist das Hochrad gerade erst von der Bildfläche verschwunden und es gibt seit 1890 nahtlos gezogene Rohre, wesentlich leichter als die früher gebräuchlichen massiven. Die Niederräder werden unter dem Aspekt Sicherheit beworben und sind seit der Erfindung Dunlops und der Gebrüder Michelin sogar mit abnehmbaren Luftreifen zu haben, allerdings wiederum gegen saftige Aufpreise.

Da gehört schon Mut zu, auf dem Land immerhin 60 km nordöstlich von Prag solvente Interessenten für den Fahrradsport zu suchen. Immerhin sind beide verheiratet und haben damit nicht nur sich selbst zu versorgen. Klement tut indes alles, um für das Fahrrad zu werben. Er verspricht, jedem(r) Käufer(in) das Fahrradfahren beizubringen und bringt 1896 ein Buch über das Fahrradfahren heraus.

Aber auch Laurin hat bestechende Fähigkeiten. Schon bald erweist sich die Produktion mit handbetriebenen Fertigungsmaschinen als zu mühsam. In größeren Betrieben sind Dampfmaschinen üblich, die entweder Strom erzeugen oder Werkzeugmaschinen über lange Wellen und Lederriemen antreiben. So eine Maschine schaffen die beiden an. Nur gut, dass Laurin gerade erst die Prüfung zum Betrieb solcher Maschinen abgelegt hat. Die sind mit ihren hohen Drücken nämlich keineswegs ungefährlich. Schließlich wird der erste TÜV als Dampfkessel Überwachungsvereine gegründet.

Zum Glück war Klement schon seit 1891 selbstständig und kann auf die Einkünfte seines Ladens zurückgreifen. Dort verkauft er nicht nur Bücher, sondern u.a. eben auch Artikel für Fahrräder. Offensichtlich hilft ihm hier seine Frau, so dass er Schulden der neuen Firma etwas auffangen kann. Wenn also ein schwieriger Start ein Zeichen für gutes späteres Gelingen ist, dann haben die beiden Firmengründer denkbar beste Voraussetzungen. 04/12

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