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1956 Mercedes 190



Der 190er kommt 1956 als Ergänzung zum weiter gebauten 180, der nun preisgünstiger verkauft wird. Er kombiniert die inzwischen schon bewährte Karosserie mit dem neuen Motor und dem Fahrwerk des 190 SL. Wegen der geringeren Leistung von 55 kW (75 PS) kann man auf einige Besonderheiten des SL-Motors verzichten. Dies gilt hauptsächlich für die aufwendige, wartungsintensive und teure Vergaseranlage, betrifft aber auch die ohne kühlendes Natrium arbeitenden Auslassventile. Dafür erhält man einen Motor, der mit jedem Normalbenzin gut zurechtkommt und fast das gleiche Drehmoment bei niedriger Drehzahl hat.
Im Fahrwerksbereich ist es die Eingelenk-Pendelachse, die durch einen besonders tiefliegenden Gelenkpunkt für weniger Sturzänderung beim Einfedern sorgt. Diese Achse wird von jetzt ab alle Mercedes-Modelle begleiten und erst 1968 mit dem /8 abgelöst werden. Das Bremsfading muss vorerst noch durch Kühlrippen an den vorderen Duplex-Trommelbremsen aufgefangen werden. Analog dazu passen die Felgen und Radzierringe mit Öffnungen, typisch ab jetzt für beinahe jede Seitenansicht eines Mercedes. Es gibt schon den Bremskraftverstärker, allerdings nur für Benzinmotoren, weil dem Diesel genügend Unterdruck im Ansaugrohr fehlt. Das Schiefziehen (besonders beim ersten Bremsvorgang) wird erst bei späteren Modellen durch die Einführung der Scheibenbremse behoben.
Vielleicht noch wichtiger sind die vielen kleinen Verbesserungen, die dem Auto zugute kommen. Das Feintuning stimmt. So hat es z.B. mehr Chrom. Zu den etwas größeren Leuchten gehört neuerdings eine fürs Parken. Sogar die Ausstattung ist mit nunmehr serienmäßigem Gebläse und zusätzlichem rechten Türschloss fast komplett. Das Bild oben enthält nachträglich montierte Blinker, was als Ergänzung zu den klobigen, auf dem Kotflügel aufgesetzten, in jener Zeit häufiger vorkommt. Auch der linke Außenspiegel ist nicht serienmäßig, da zu jener Zeit nicht vorgeschrieben. Eine Lichthupe gibt es noch nicht. Sie bleibt dem schnelleren Nachfolger vorbehalten.







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