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Glas Goggomobil T





Glas Goggomobil T
MotorZweitakt-Reihen-ZweiZylinder
Hubraum247/296/395 cm³
Bohrung * Hub53*56 / 58*56 / 67*56 mm
Kurbelwelle3-fach gelagert
PleuelNadellager
ZylinderkopfLeichtmetall
GemischzufuhrHebel (Hutablage)
KühlungGebläse
Mischungsschmierung1 : 25
Drehmoment19,8/-/- Nm bei 4400/min
Leistung10/10,9/14,7 kW (13,6/14,8/20 PS)
Nenndrehzahl5400/5000/5000/min
BauartHeckmotor (quer) mit Heckantrieb
KupplungZweischeiben, nass
GetriebeViergang, teilsynchronisiert
Radstand1800 mm
Aufhängung vornje ein Dreieckslenker (Pendelachse), Teleskopdämpfer, Schraubenfedern
AufhängungPendelachse, Teleskopdmpfer, Schraubenfedern
Bremsen v/hTrommeln (Alu), hydraulisch
Reifen4.40/4.80 - 10 (3 ")
Länge2900 mm
Breite1280 mm
Höhe1310 mm
Tankinhalt25 Liter
KraftstoffförderungGefälle
Leergewicht390 - 435 kg + Fahrer(in)
Höchstgeschwindigkeit80/85/100 km/h
Baujahr1955 - 69 (285.000 Exemplare)
Kaufpreisca. 3000 DM (1955)
PräsentationIFMA 1954
VarianteCoupe
Elektrik12 V/Dynastart/18 A/130 W

Er sieht aus wie ein richtiges Auto. Aber Vorsicht, bei einem Radstand von 1,8 m sind keine Wunder möglich. Der Fußraum vorne reicht im Prinzip bis zur Vorderkante des Wagens, wenn da nicht noch das Reserverad wäre. Das muss man übrigens zum Fahrgastraum hin herausnehmen. Eine vordere Haube gibt es aus Stabilitätsgründen nicht.

Für die Vorderachse ist demnach nicht viel Platz, wodurch sie im Prinzip auf je einen unteren Querlenker beschränkt bleibt. Das ist vermutlich das erste Vorkommen einer Pendelachse an der nicht angetriebenen Seite. Es beschert dem Wagen insgesamt den typischen positiven Sturz beim Anheben.

Präsentiert wird das Goggomobil auf einer Zweiradmesse, weil er mit dem kleinsten Motor in Deutschland für die alte Führerscheinklasse 4 fahrbar ist. Diese war an maximal 250 cm³ Hubraum gebunden und wird dem 250er-Motor sogar noch ein Wiederaufleben (1970-74) nach dem Tode ermöglichen. Die Frage des nötigen Führerscheins erklärt wohl am besten den Erfolg dieser frühen Glas-Autos.

Man glaubt es kaum, aber abgesehen von dem luftgekühlten Heckmotor gibt es noch zwei Gemeinsamkeiten mit dem VW-Käfer. Denn auch hier ist der Boden mit der Karosserie verschraubt und sind die Kotflügel mit Kederband an den Seitenteilen befestigt, für die Zeit also nicht unüblich.

Interessant ist auch die Modellpflege im Laufe der 15-jährigen Produktion. Da ist die Umstellung von einem auf zwei Scheibenwischer, deren Verbindung nachträglich von außen angebracht wird (Bild 3). Viel häufiger kommt auch bei anderen Herstellern die Veränderung an den Türen vor, hier von Schiebe- auf Kurbelfenster und - viel wichtiger für die Sicherheit - vom hinteren zum vorderen Anschlag.

Kfz-technisch ist das vierte Bild eigentlich das interessanteste. Hier ist im Prinzip die gesamte Antriebseinheit samt Achsantrieb abgebildet. Links, also im Heck des Wagens der Zweizylinder-Zweitakter mit großen, den Raum füllenden Ausgleichsgewichten an der Kurbelwelle. Hinten an der Kurbelwelle ist die Kombination aus Starter und Generator (Dynastarter) mit dem Lüfter und auch die Verzahnung zur Ölbadkupplung zum Motorradgetriebe eingebaut. Nach rechts geht es weiter zum Achsantrieb, der das Drehmoment über einfache Kreuzgelenke an die Hinterräder abgibt. Weitere Gelenke radseitig gibt es nicht, wodurch die Räder beim Einfedern mit Sturzänderungen reagieren.






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