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1957 Fiat 500 Nuova




Er kommt zwar als Zwerg daher, doch gibt es zur Zeit seiner Entstehung 1957 z.B. mit dem Goggomobil und der Isetta noch kleinere Autos. Er heißt eigentlich 'Nuova 500', weil sein Vorgänger, der äußerlich größere Topolino, auch schon Fiat 500 hieß.

Ihm nach folgt der Fiat 126, mit dem er sich bis zuletzt im Prinzip den Motor teilt. Der große Vorteil des Zweizylinders im Heck ist sein Viertaktverfahren mit sehr geringem Kraftstoffverbrauch, der Nachteil ein Laufverhalten ähnlich einem Einzylinder. Denn die Kolben eines Zweizylinder-Viertakters machen im Gegensatz zum Zweitakter immer die gleiche Bewegung. Deshalb gibt es bei diesem Modell auch die Besonderheit, dass seine Tuning-Versionen z.B. von Steyr-Puch den Motor vollkommen umkonstruieren und mit einem Boxermotor antreten.

Jahrelang gilt der Fiat 500 als Maß aller Dinge bei den Unterhaltskosten. Er ist in diesem Punkt kaum zu schlagen. Trotzdem muss man ihm bis auf sein Startverhalten bei tiefen Temperaturen doch eine gewisse Zuverlässigkeit zubilligen. Am Leistungsgewicht mag man die mögliche, zügige Beschleunigung ablesen. Was die technischen Daten aber nicht hergeben, ist die Einzigartigkeit, mit der man mit dem Cinquecento in die Kurve gehen kann. Man hat das Gefühl, auf der Hinterachse zu sitzen und im rechten Winkel einlenken zu können. Dabei wird das leicht hecklastige Fahrzeug nie wirklich bösartig. Zahlreiche Tuner, die dem Wagen einen viel stärkeren Motor verpassen, erzielen bei diesem fast unerreichten Leergewicht Sporterfolge auch im Vergleich zu weitaus stärker motorisierten Autos.

Die Konstruktionsziele des 'Neuen' lassen sich als Nachfolger für den Topolino recht gut erklären. Dieser war zwar größer, konnte aber in der Normalversion nur zwei Personen transportieren. Seine Konstruktion stammt eben aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Jetzt ist die Versorgung stärker gefährdet. Stahl gibt es in ganz Europa nur noch streng rationiert. Trotzdem sind die Transportprobleme eher größer geworden. So entsteht eine Form mit einem Kompromiss zwischen maximalem Innenraum und möglichst geringer metallener Außenhaut.








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