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ABS - Motorrad


Vielleicht kennen Sie ja so eine Situation als Autofahrer/in. Man fährt bei gutem Wetter durch eine schöne Landschaft, nicht unbedingt langsam, aber auch nicht übertrieben sportlich. An einer Kreuzung blickt man auch kurz hinter sich in das eben durchfahrene Tal hinab, sieht und hört in scheinbarer Ferne zwei Motorräder.

Man biegt ab und ist doch nach einer relativ kurzen Strecke überrascht, von eben diesen Motorrädern überholt zu werden. Das zeigt, sie haben eine für manchen Autofahrer ungewohnt gute Fahrdynamik. Kommt jetzt noch die kleinere Querschnittsfläche hinzu, kann man sich vorstellen, wie ungünstig bisweilen deren Wahrnehmung ist.

Es ist zwar nicht das größte Unfallrisiko von Motorradfahrern/innen, aber vielleicht doch durch den Einsatz von ABS zu mildern. Überraschend mag vielleicht für Sie sein, dass auch schon Motorroller (1. Video unten) über ein solches System verfügen. Dass es nur am Vorderrad installiert ist, mag dadurch entschuldigt sein, dass auch und gerade beim Motorrad-ABS fast nur auf diesem die Last des Bremsens ruht.

Endlich ist die Bremsleistung eines Motorrades nicht mehr so sehr von dem/der Fahrer/in abhängig. Wird diese voll betätigt können auch Laien einen vernünftigen Bremsweg erreichen. Auf 100 km/h bezogen ist er ohnehin eher länger bis höchstens gleich lang im Vergleich zum Pkw. Das liegt an seiner trotz geringerem Gewicht sehr kleinen (vorderen) Aufstandsfläche.

Weiterentwicklungen (3. Video) erlauben sogar das Bremsen und gleichzeitige Ausweichen bei Schräglagen in Kurven. Sehr wichtig auch die Traktionskontrolle. Unklar ist, ob sie auch die z.B. von GP-Maschinen bekannte besondere Übersetzung zwischen Drehgriff und Gasannahme ersetzt. Oder die Anti-Hopping Kupplung. 03/16







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