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DKW Munga










1956 - 68F91/4 (Munga 4)Wanne, 4 Sitze1000 cm³ (ab 1958)
1958 - 68F91/6 (Munga 6)Pritsche, 6 Sitze1000 cm³ (ab 1959)
1959 - 69F91/8 (Munga 8)Pritsche, 8 Sitze1000 cm³

DKW Munga 4/6/8
MotorReihen-DreiZylinder
ArbeitsprinzipZweitaktmotor mit Schnürle-Umkehrspülung
Hubraum896/896/980 cm³
Bohrung * Hub71,0/71,0/74,0 * 76,0 mm
Verdichtung6,5/7,0/7,25 . 1
LuftfilterÖlbad
GemischbildungZenith-Doppel-Fallstromvergaser
KraftstoffförderungPumpe, elektrisch, Handpumpe bei Kaltstart
KühlungWärmeumlauf, 9,5 l
Schmierung1 : 40, später Frischöl
Drehmoment71/74/80 Nm bei 3000/3500/3000/min
Leistung28/29/32 kW (38/40/44 PS)
Nenndrehzahl4200/4250/4500/min
BauartLängsmotor mit Allradantrieb
KupplungEinscheiben, trocken
GetriebeZwei- plus Viergang, synchronisiert
Allradantriebpermanent, ohne Mittendifferenzial
Radstand2000 mm
Wendekreis9.600-11.700 mm
Radaufhängung v/hQuerlenker unten, Querblattfeder oben
Bremse v/hTrommeln, Duplex, hydraulisch (Einkreis)
LenkungZahnstange
Reifen6.00 - 16 (5")
Länge3375-3690 mm
Breite1810-1830 mm
Höhe1680-1935 mm
Wattiefe500 mm
Zuladung355-690 kg
Tankinhalt45 Liter
Leergewichtca. 1025-1220 kg + Fahrer(in)
Verbrauchca. 11 Liter/100 km (Straße)
Höchstgeschwindigkeit98/93/90 km/h
Kaufpreis8340-9300 DM
Baujahr1954 - 1968
Elektrik12 V/ 45 Ah/ 160 W oder
2 * 12V/45Ah /600 W oder
2 * 24V/45Ah /600 W

Das ist kein Jeep, sondern ein Mehrzweck-Universal-Geländefahrzeug mit Allradantrieb. Fast 50.000 werden im Laufe von 12 Jahren gebaut, die meisten in Militär-Trimm und insgesamt mehr als ein Drittel an die neu gegründete Bundeswehr geliefert. Dem zweiten Verteidigungsminister Strauß wird nachgesagt, er habe sich als Bayer besonders für den DKW-Munga aus Ingolstadt gegenüber dem Goliath aus Bremen, dem Porsche 597 aus Stuttgart und dem Jeep-Lizenzbau eingesetzt.

Motor, Achsantrieb und die gleiche Radaufhängung vorn und hinten sind im Prinzip aus der Limousine bekannt. Interessant sind das veränderte Getriebe und der Allradantrieb, den man schon ein wenig als Vorläufer für den Audi Quattro ansehen kann. Man erkennt in Bild 4 ein längs hinter der Vorderachse liegendes Getriebe mit vier Vorwärts- und einem Rückwärtsgang. Erstere muss man sich als sperrsynchronisiert vorstellen. Vorgeschaltet ist ein Zweiganggetriebe, in der Prinzipskizze nach oben geklappt in die Antriebswelle gezeichnet. Es ist während geringer Fahrzeugbewegung zu schalten und verdoppelt alle Gänge. Damit ermöglicht es im Gelände Geschwindigkeiten bis hinunter zu 3 km/h.

Der Rest des Getriebes dürfte serienmäßig sein. Die Kardanwelle greift starr auf die Getriebeabtriebswelle. Verspannungen zwischen Vorder- undHinterachse werden nach Angaben des Herstellers durch nicht ganz biegesteife Wellen ausgeglichen. Es kommen nur Kreuzgelenke zum Einsatz, auch an der Vorderachse außen. Daher ist wohl der vergleichsweise große Wendekreis von 12,5 Metern bei einem Fahrzeug mit nur 2 Meter Radstand zu erklären. Kurz vor dem hinteren Achsantrieb ist in Bild 4 noch die Innenbacken-Handbremse angedeutet. Sie ist vielleicht etwas schwach als Notbremse, wirkt aber abweichend von fast allen anderen Autos auf vier Rädern.




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