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  Kurbelwelle - Drehrichtung




Uhrzeigersinn-Drehung der Keilriemenscheibe bei Rechtsdrehung

Nach DIN dreht die Kurbelwelle eines Motors rechts herum, wenn sie sich mit Blick auf die der Kraftabgabe gegenüberliegende Seite rechts herum (im Uhrzeigersinn) dreht. Hierbei stehen Sie also auf der Seite der Keilriemenscheibe gegenüber der Kraftabgabeseite. Entsprechend können Sie auch einen linksdrehenden Motor definieren. Es hat genug von ihnen in der Geschichte des Kraftfahrzeugs gegeben.

Frühere englische, heutige japanische Linkslauf-Tradition

Relativ leicht erkennen Sie heute einen linksdrehenden Motor, wenn er z.B. vorne links statt rechts als Quermotor eingebaut ist. Allerdings darf er dann keine zusätzliche Umlenkung im Getriebe/Achsantrieb haben, entspricht also dem oberen Bild seitenverkehrt. Von den Oldtimern könnte man hier den Austin Mini nennen. Derzeit funktionieren Hondas Kompaktwagen nach diesem Prinzip. Historisch auffallend ist die häufige Linksdrehung bei englischen Fahrzeugen. Bei einem Längsmotor lässt sich das relativ einfach kompensieren, indem man das Tellerrad nach 180°-Schwenk auf der anderen Seite montiert. Es gab Fahrzeuge (wie z.B. den VW-Käfer), da konnte es bei solch falscher Montage des Achsantriebs durchaus passieren, dass der Wagen anschließend einen Vorwärts- und vier Rückwärtsgänge hatte.

Linkslauf mit Rücksicht auf Anwerfkomfort oder Generator

Noch ein Grund für einen linksdrehenden Motor: Renault verschiebt 1961 beim Übergang vom 4CV (Heckmotor) zum R4 (Front-Mittelmotor) die komplette Antriebseinheit von hinten nach vorne. Vermutlich, weil die Riemenscheiben nun an die Getriebeseite des Motors montiert werden müssen, dreht der gleiche Motor auf einmal anders herum. Vielleicht gibt der alte Gleichstrom-Generator den Ausschlag. Mit einem modernen Drehstromgenerator wäre das wohl nicht nötig gewesen, hätte doch nur der Lüfter getauscht werden müssen.
Gehen wir noch weiter zurück, und zwar zum ersten Fahrzeug von Karl Benz. Dieser hat bei der Konstruktion Bedenken, ein stehend eingebauter Motor könnte sich negativ auf die Fahrstabilität auswirken. Also legt er ihn flach und damit auch das Schwungrad. Ohne Starter muss der Motor durch einen festen Dreh an diesem angeworfen werden. Damit ist für Rechtshänder die Drehrichtung festgelegt.

Viele Motoren können/konnten rückwärts laufen.

Das Thema lässt sich auch noch auf Motoren ausweiten, die zwar rechtsdrehend konstruiert sind, sich aber im Betrieb nicht immer daran halten. Der frühe Lanz Buldog hat einen Einzylinder-Dieselmotor, der sich, ebenso wie viele Zweitakt-Benzinmotoren, auch in Gegenrichtung anwerfen lässt. Wird er gestartet, so tut man gut daran, einen kleinen Drehrichtungsanzeiger zu betrachten. Dreht der in die falsche Richtung, so hat der Kolben kurz vor OT angesichts der gewaltigen Kompression des Dieselmotors die Richtung gewechselt und ist dann in Gegenrichtung angesprungen. Er saugt durch das Abgasrohr an und bläst die Abgase in den Luftfilter. Würde man versuchen, ihn mit Schwung im ersten Gang anzufahren, ginge die Fuhre voll nach hinten los. Bevor die Elektronik solche Behandlung wirksam zu unterdrücken begann, wurde erst in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch unsymmetrische Nocken in der Einspritzpumpe den Dieselmotoren der Rückwärtslauf verwehrt, der natürlich auch durch Vorwärts-Anschieben im Rückwärtsgang möglich ist. Tun Sie es nicht, falls Sie ihren Oldtimer-Motor vor Zerstörung bewahren wollen, denn mit dem Motor läuft auch die Ölpumpe rückwärts ... 06/07



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