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  Privater Autoverkauf




Vielleicht haben Sie das noch nicht so richtig realisiert, aber der Verkauf des eigenen Wagens stellt in gewisser Hinsicht eine Zwangssituation dar. Schlimmer ist es noch, wenn Sie sich schon in den Neuen unsterblich verguckt (Lieben kann man nur einen Menschen) haben. Es erfordert schon besonderes Engagement, heil aus dieser Situation herauszukommen. Heil meint in diesem Fall nicht nur, dass irgendwann der Neue vor der Türe steht und der Alte weg ist, sondern dass Sie mit dem Ergebnis, der Kaufabwicklung und besonders dem Verkaufspreis zufrieden sind.

Noch schwieriger ist die Situation, wenn Sie den Neuen schon gekauft haben. Nun gut, Sie werden das dem/der potentiellen Käufer/in nicht auf die Nase binden. Aber wehe diese/r entdeckt eine gewisse, vielleicht zu gutmütige Kompromissbereitschaft bei den Preisverhandlungen. Heißt im Klartext, das alte Auto muss weg, Sie können auch beinahe unverschämt agierende Käufer/innen nicht so ohne weiteres ziehen lassen.

Genug der einschüchternden Vorrede. Eins muss klar sein, wichtige Reparaturen sollten Sie vorher durchführen (lassen). Nicht, dass Sie eine Inspektion vorverlegen. Sie könnten sich z.B. über deren Preis erkundigen und dann bei den Verkaufsverhandlungen entweder den Preis ein wenig nachlassen oder anbieten, die Inspektion noch durchführen zu lassen. Das hängt natürlich davon ab, ob der Kauf ansonsten am seidenen Faden hängt.

Also gehen wir jetzt von einem technisch einwandfreien Fahrzeug aus. Optisch einwandfrei wird ein vielleicht schon etwas ramponiertes Auto bei den Profis. Fragen Sie vorher nach dem Preis und staunen Sie. Ich habe mit Staunen die Verwandlung einer teilweise verbeulten und/oder verräucherten Karre für relativ wenig Geld in ein begehrtes Kaufobjekt erlebt. Sollte Ihr Auto natürlich gut erhalten und nahezu beulenfrei sein, dann reicht eine von ihnen persönlich durchgeführte Grundreinigung. Kontrollieren Sie dazu wirklich alle Räume und schauen Sie in jede Ecke.

Jetzt gehen wir einmal davon aus, Ihr Auto ist, natürlich bei Sonnenschein, von seiner Schokoladenseite fotografiert worden. Den nicht zu langen Text haben Sie mit Rechtschreibeprüfung verfasst und noch einmal gegenlesen lassen. Vielleicht hilft zur Vorbereitung auf das Treffen mit potentiellen Käufern/innen etwas Rückkopplung mit Freunden. Immerhin macht man so etwas ja nicht jeden Tag. Der Kaufpreis einschließlich der Schmerzgrenze sollte vor dem Verkauf gut überdacht werden, oder man lässt den Wagen über das Internet schätzen. Führen Sie selbst die Probefahrt durch oder lassen Sie den/die potentiellen Käufer/in fahren, letzteres mit Risiko?

Ein schriftlicher, vorgedruckter Kaufvertrag ist wichtig.

Leider gibt es eine wichtige Vorbereitung, für die es jetzt schon zu spät ist. Denn entweder haben Sie ein gut geführtes Serviceheft oder nicht. Natürlich wäre eine Art Mappe mit allen das Fahrzeug betreffenden Dokumenten nicht schlecht. Und klären Sie das Zubehör bzw. stellen Sie es bereit. Bei dem eigentlichen Treffen können Sie dann nur noch alle Ihre Aufmerksamkeit auf das Gegenüber konzentrieren, um zu ergründen, wie weit Sie kompromissbereit sein müssen. Wie gesagt: Ist der Neue schon gekauft, vielleicht sehr weit ... 02/15


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