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2020 VW ID.3





Man darf sich nicht an Kleinigkeiten stören, dann hat man die Chance, vom ID.3 begeistert zu sein. Sollte es wieder einmal so weit sein, dass VW sehr spät in den Markt eintritt und sich dann an die Spitze setzt? Es wird hauptsächlich davon abhängen, was dieses und nicht viel weniger, das nächste Jahr lieferbar sein wird.

Wir haben uns den neuen Konfigurator angeschaut und weil es die kleinste Batterie noch gar nicht gibt, zwei Basismodelle herausgesucht, beide so sparsam wie möglich, einmal mit der mittleren und dann mit der großen Batterie. Eins schon einmal vorweg, der ID.3 mit der mittleren Batterie hat verdammte Ähnlichkeit mit der grauen Maus, die oben abgebildet ist.


Sparen heißt eben Verzicht, wobei man mit einfacheren Radabdeckungen auf Stahlfelgen rechnen muss und auch die weißen Flächen an der C-Säule fehlen. Aber schauen Sie sich die Preise oben an, momentan ca. 26.000 € + Überführung und Anmeldung für ein Auto mit 58 kWh Batteriekapazität, 32.000 € für 77 kWh.

Für ein Modell 3 von Tesla sind tagesaktuell 43.880 € zu überweisen, wobei auch da die staatliche Umweltprämie noch ab geht. Aber das ist dann kein Long, sondern ein Standard Range Plus. Im Moment ist bei einer der großen Batterie von VW ähnlichen nur das Modell 3 mit zwei Motoren für ca. 53.000 € verfügbar. Ist das ein Unterschied?


Auf Modelle mit möglichst großer Batterie sollte man es eigentlich abgesehen haben. Warum? Die lässt mit den Jahren ohnehin nach und dann ist nur noch das größte Modell überhaupt verkäuflich. Außerdem lädt es schneller. Die angegebenen Reichweiten von Tesla und VW sind übrigens ziemlich identisch.

Allerdings lädt das Model 3 vermutlich trotzdem deutlich schneller. Die Vorteile des einmaligen Netzes an Tesla-Superchargern versucht VW mit einer ziemlich universell nutzbaren Ladekarte zu kontern. Das führt momentan zu einem sehr günstigen Preis bei Ionity und öffentlichen Ladesäulen, ist aber an monatliche Gebühren gebunden.


Übrigens, die große Batterie lässt sich auch zuhause für etwa 0,30 € über Nacht laden. Bei VW hat man schon gewusst, dass dies an der Schuko-Steckdose nicht möglich ist und verlangt für dieses Kabel zusätzliche 170 € (!). Nein, laden Sie dreiphasig und buchen Sie die günstigen Schnellladetarife in den Urlaubsmonaten.

So kommt man den Qualitäten des Model 3 schon sehr nahe, zumal die Zuladung über eine große Heckklappe und der große Innenraum des ID.3 den Vergleich gewinnt. Am Armaturenbrett geht es unentschieden aus, denn der VW kann mit dem großen Mittenbildschirm des Tesla nicht mithalten, hat dafür aber ein zusätzliches kleines Display verstellbar mit der Lenkung.


Ja, das Model 3 hat den stärkeren Motor, beschleunigt besser und ist viel schneller, aber wer braucht eigentlich mehr als die 150 kW (204 PS) und 160 km/h auf der Autobahn? Ohnehin muss man bei den Leistungsangaben von E-Autos aufpassen, ob das nicht nur kurzzeitig abrufbare sind (Peak-Leistungen).

Wir sehen übrigens in der Tatsache, dass der ID.3 mit der großen Batterie nur für vier Erwachsene zugelassen ist, einen Vorteil für diejenigen, die nicht mehr brauchen. Man kann in diesem Fall auf die komfortabelst mögliche Federrate schließen. Und vielleicht findet man bei VW noch eine Möglichkeit, zumindest drei Kinder hinten zu postieren.

Sie merken schon, egal was Elon Musk noch für Gegenmaßnahmen einfallen, wir prophezeihen dem ID.3 eine große Zukunft. Er muss nur schnell in von VW gewohnten Stückzahlen hergestellt werden, wobei die Qualität nicht leiden darf. Wie gesagt, es wäre nicht das erste Mal, dass VW dies gelingt.









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