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2020 VW Arteon Shooting Brake




Schwierig zu wissen, wie gut Sie den Arteon schon kennen, deshalb hier eine kurze Einordnung. Bei VW wird man es nicht gerne hören, aber der Arteon ist ein veredelter Passat, wie dieser nur mit quer eingebauten Zweiliter-Vierzylindern, allerdings nur mit Direktschaltgetriebe. Im Moment sind nur zwei Diesel verfügbar, einer davon mit Allradantrieb.


Zu den Maßen: Der Arteon ist gerade mal 10 cm länger, hat aber nur gut 5 cm mehr Radstand, ist bei gleicher Breite knapp 9 cm flacher. Der Arteon Shooting Brake hat fast 90 Liter weniger Gepäckraum als der Passat Variant, 150 Liter weniger bei vollständiger Ausnutzung. Gepäckraum von Arteon Limousine und Shooting Brake sind gleich. Letzterer hat nur 75 Liter mehr bei umgeklappten Rücksitzlehnen.

Die Frage ist, ob der Arteon eine wirkliche Alternative zum Passat darstellt, zumal man bei ihm die Basismotoren gestrichen hat. Apropos Motoren: Schon jetzt gibt es außer beim PlugIn-Hybrid nur noch zwei Liter Hubraum auf vier Zylinder verteilt, egal ob Benziner oder Diesel. Diese Motorbauart passt also vom zweitkleinsten, dem Polo, bis zum größten, dem Arteon. Nur die Motorräume um ihn herum wachsen.


Die Doppelkupplungsgetriebe sind in den Nur-Verbrennern 7-gängig, einer weniger in der eHybrid-Version, die wohl überall mit gut 50 km angegebener Reichweite die Mindestnorm für Förderung erfüllt. Man könnte zusammenfassend sagen, VW hat den Innenbaukasten erfunden, bei dem alles nicht unmittelbar Sichtbare immer gleich ausgeführt wird.


Man übt schon für die künftigen E-Generationen. Dort sollen ja sogar die Radstände wieder vereinheitlicht werden. Mal sehen, wie lange das durchgehalten wird. Kommen wir zum Äußeren, wo es gelungen ist, den Shooting Brake vom Passat Variant deutlich abzugrenzen. Das Armaturenbrett im Arteon, jetzt ohne Analoguhr, integriert den Mittenbildschirm harmonisch. Allerdings sind die Lüftungsdüsen jetzt ganz oben und die 'slidende' Bedienung der Klimaanlage ganz unten.


Es wird, bezogen auf die Verkehrssicherheit, immer schlimmer. Man könnte dem Hersteller wünschen, das beim ihm das Autonome Fahren besonders zügig kommt, damit der/die Fahrer/in genügend Gelegenheit hat, alles in Ruhe einmal durch-zu-touch-screenen, dann ungefährlich für andere Verkehrsteilnehmer. Hat der Arteon eine Chance? Oberhalb des Passat war die Luft für VW schon immer dünn. Bleibt nur das Angebot als Firmenwagen, um sich von Passatfahrern/innen abzugrenzen. Aber wenn jetzt auch dort die Hierarchie in den Firmen schlanker wird . . .










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