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VW 2022



Ist es wirklich so, dass VW so viel länger braucht, um ein Auto zu produzieren? Bei den E-Autos aus Zwickau soll es sogar die dreifache Zeit sein. Ist es nicht so, dass VW schon jetzt mehr Varianten produziert als Tesla, was natürlich auch die Fertigungsdauer erhöht? Ist Tesla in der Qualität wirklich schon an VW herangerückt?

Immerhin hatte und hat der ID.3 wohl auch noch Probleme mit der Software und Kritik empfangen wegen der Materialauswahl, aber an der Ausführung der Karosserie hat es doch so gut wie keine solchen Zweifel wie bei Tesla gegeben. Nun gut, wenn man es schafft, durch neuere Produktionsmethoden die Fertigungszeit zu drücken, umso besser.

Das soll also nicht in der laufenden Produktion und auch nicht so einfach in einem bestehenden Werk möglich sein. Ersteres kann man glauben, letzteres weniger. Denn irgendwann müsste man, bliebe VW erfolgreich, auch das bestehende Werk in Wolfsburg umrüsten. Es wundert ohnehin, dass niemand von Emden spricht, wo ja wohl derzeit die zweite Umrüstung eines Werkes stattfindet.

Um einmal auf den Punkt zu kommen, scheint doch die allzu rasche Planung eines neuen Werks 2026 in der Nähe der bestehenden riesigen Fertigungsanlagen eine Antwort auf die vom CEO geäußerten Pläne eventueller Entlassungen zu sein. Man nimmt der Kritik durch den mächtigen Betriebsrat den Wind aus den Segeln. Es gibt Hoffnung, neben einem sanften Abbau von Personal eine Übernahme ins neue Werk dereinst möglich zu machen.

Vielleicht besteht ja hier die Chance auch einer Fertigung zu geringeren Kosten, was nach dem endgültigen Ablauf der Förderung sicherlich von großer Notwendigkeit sein dürfte. Denn unbegrenzt nach unten kann Tesla gewiss auch nicht, sollten die Quartalszahlen einmal durch vermehrte Konkurrenz etwas schwächeln.

Und dann sind da noch die Chinesen, die offenbar in den Startlöchern stehen und eben nicht in Deutschland produzieren. Da scheint noch mehr Luft in den Preisen zu sein. Vielleicht sehen wir dann bei VW die riesige Maschine (Giga Press) einmal arbeiten, die angeblich den kompletten Unterbau eines Vorderwagens in einem Stück herstellt.

Wir sollten vielleicht an der Stelle neben der Erwartung niedrigerer Preise ab Werk noch Wünsche anhängen. Nämlich, dass sich bei den Batterien einiges ändert und schon bis 2026 in die Serie eingeflossen sein wird. Das wäre zunächst einmal eine andere Packung (Beispiel CATL) innerhalb der Batterie, die entweder für mehr Reichweite oder weniger Dicke genutzt wird.

Außerdem sollte die Batterie stärker Teil des Chassis werden, was Gewichtsersparnis bringen würde. Zusätzlich sollte man mehr Mut in Richtung Lithium-Eisenphosphat entwickeln und auf der Plusseite Kobalt völlig überflüssig machen. Immer nur Schielen und Warten auf die Festkörperbatterie bringt es auch nicht. Tesla nutzt solche LFP-Batterien schon jetzt, bietet sein Model 3 aus China mit kürzerer Reichweite etwas günstiger an und verdient bestimmt nicht schlecht dabei.

Die Betonung liegt bei den Projekten Artemis etwas zu sehr auf dem Autonomen Fahren und bei Trinity gefühlt etwas zu sehr auf Software, beides Probleme die vielleicht Fahrer/innen von Volkswagen nicht in dem Maße haben. Wenn die gegenwärtigen Probleme bei der Software abgearbeitet würden und die Kunden nicht immer noch in die Werkstatt gebeten würden, wäre schon viel getan.








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