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 1964
Sunbeam Tiger
| Modelle V8 | Tiger 260 | Tiger 289 |
| Hubraum (Bohr.* Hub) | 4260 cm³ (96,3 mm * 73,0 mm) | 4727 cm³ (101,6 mm * 72,9 mm) |
| Drehmoment | 349 Nm bei 2200/min | 383 Nm bei 2400/min |
| SAE-Leistung | 121 kW (164 PS) bei 4400/min | 147 kW (200 PS) bei 4400/min |
| Leergewicht | 1.145 kg + Fahrer/in | 1.165 kg + Fahrer/in |
| Bauzeit | 1964 - 66 | 1967 |
Die Sonnenstrahlen (Sunbeam) mit der Krone darüber müssten bei einem Cabrio doch eigentlich
ein Sinnbild für Erfolg sein, aber der hier gezeigte hatte keinen. Kenner halten ihn für ein
gelungenes Auto aber vermuten, dass er zu früh für das britische und vor allem amerikanische
Publikum kam.
| Das Leben bestraft auch den, der zu früh kommt. |
Gefällige und geräumige Karosserie, selbsttragend, Kurbelfenster, alles Accessoires einer
neuen Cabrio-Zeit, von Enthusiasten britischer Sportwagen schroff abgelehnt. Vielleicht war
denen sogar der Motor noch zu leise. Und dann nützt auch die hintere Starrachse als einziges
Bindeglied zu harten, engen Proben englischer Wagenbaukunst nichts.
Eigentlich aber geht es hier um den Tiger ganz oben. Das ist der Versuch, den Verkauf mit
Hilfe eines V8 von Ford anzukurbeln. Man hatte sich den AC Cobra als Vorbild genommen, aber
leider nicht mit dem riesigen Erfolg des Ford Mustang (Bild) gerechnet, mit dem man vom Motor her
konkurrieren kann, aber nicht von Preis und Präsenz.
Und obwohl die von Shelby American entwickelte Version z.B. durch Verlegung des Motors nach hinten
gründlich verändert war, konnte er doch nie so ganz überzeugen. Ob der Mustang den Test mit maximalem
V8-Speed klaglos überstand, ist nicht überliefert, der Tiger jedenfalls verlangte dabei einiges an Mut ab.
11/16
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