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2020 Nissan Ariya




Brutto und Netto der Batteriekapazität liegen ungewohnt nahe beieinander.


Er wird als Crossover und nicht als SUV bezeichnet, obwohl es ihn mit Allradantrieb gibt und er eine entsprechende Höhe hat. Soll man die Bezeichnung 'SUV' künftig als verbannt ansehen, zumindest bei rein elektrischen Fahrzeugen? Schwierig, ihn als Nachfolger des bis dato weitweit erfolgreichen Leaf zu bezeichnen. Enorm, dass der gerade erst mit deutlich gesteigerter Reichweite vorgestellt wurde und hier nur knapp mit dem 'kleineren' Modell mithalten kann.


Obwohl also Nissan eine inzwischen zehnjährige erfolgreiche Tradition bei reinen E-Autos hat, ist fast alles neu, das Konzept, die Plattform, das Aussehen ohnehin und sogar das Logo. Ein wenig japanische Tradition schimmert auf der großen geschlossenen Fläche, dort wo sich früher der Kühlergrill befand, eine sorgfältige Sammlung aus etwa zehn verschiedenen Grundformen.

Beschleunigung wie beim 370 Z möglich.

Ja, es wird schwerer, Autos vorne einzukleiden, weil die Scheinwerfer immer weniger Austrittsfläche brauchen. Deshalb verteilt man das Tagfahrlicht beim Ariya von unterhalb der Scheinwerfer bis hinunter fast zur unteren Kante der Frontfläche. Und dann sind da noch die Schlitze für die Belüftung der Radhäuser, die hoffentlich den Bremsen zugute kommt. Besonders wichtig ist der Kühlergrill ganz unten, weil er im Gegensatz zum Leaf auf eine Flüssigkeitskühlung mit zügigem Ladeverhalten hoffen lässt.


Kaum weniger interessant sind die Seiten mit unglaublich nahe zur reinen Ebene hin designten Türen. Eine scharfe Kante oben reichte dem Desiger-Team. Die Ladeklappe hat gleich zwei davon. Und man traut sich, die eigentlich nur als Zubehör zu der höheren Bodenfreiheit angebrachten Blenden zwischen Kotflügel und Rad auch noch glänzen zu lassen.


Das Heck wiederum ist etwas gewöhnungsbedürftig, viel Fläche wegen hochgezogener Gürtellinie, offensichtlich kein Diffusor sinnvoll, stark nach unten gezogener Dachspoiler und oben drauf zwei Antennen, Piepmatzen nicht unähnlich (Bild unten). Immerhin scheint die Heckklappe relativ weit nach unten zu reichen (Bild oben).


Fallen die Subventionen eines Tages weg und steigen dann die Autopreise auf das zuletzt gewohnte hohe Niveau, dann wird bei geringeren Gehältern manche Familie auf das Zweit- oder zumindest das Drittauto verzichten müssen. Genau dann braucht man eine eierlegende Wollmilchsau und genau die könnte dieses Auto sein. Mit genügend Reichweite und 4,6 m Länge noch stadttauglich, vermutlich spätestens per Software-Update teilweise selbstfahrend mit gerade genügend Platz für den Urlaub.


Durch seine Größe scheint er deutlich schwerer als ein in der Reichweite vergleichbarer id.3 zu sein, aber im täglichen Nahverkehr nimmt das ein reines E-Auto am wenigsten übel. Bleibt unser Strom-Tarif, dann dürften dort optimistische 20 kWh/100km 6 Euro oder etwas mehr kosten. Wird also der Ariya nicht zu teuer angeboten, hätte auch er das Zeug zum Knüller. Noch besser wäre natürlich ein Van ohne die enorme Bodenfreiheit mit Frontantrieb.










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