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2018 Mercedes eActros



Das ist wohl die härteste Prüfung für den E-Antrieb, der Schwerlaster. Hier noch nicht für den Fernverkehr, aber immerhin fahrbar und sogar in ausgesuchter Kundenhand. Mit entsprechender Schulung sollen 200 km möglich sein. Um die Dimensionen zu erläutern: 240 kWh hat der eActros an Bord.

Wir gehen davon aus, dass hiervon nur 80 wirklich nutzbare Prozent übrig bleiben. Durch 2 geteilt bleiben 96 kWh für 100 km übrig. Der rein elektrische Pkw kommt vielleicht im allersparsamsten Fall mit 12 kWh aus. Das sind 8 Mal so viel beim Lkw. Wie lässt sich das erklären?


Vergleichen Sie konventionelle Pkw und Lkw, da steckt bei sparsamer Fahrt vielleicht der Faktor 6 drin. Ein Faktor mehr ist bedingt durch die wesentlich komplexeren Systeme, wie z.B. Lenkhilfe, Bremsanlage und Luftfederung. Vermutlich kann man auch ein Fahrerhaus heutzutage nicht mehr ohne Klimaanlage und sicher nicht ohne Heizung anbieten. Der noch fehlende Faktor wird der möglicherweise raueren Realität geschuldet sein.

Die Batterien werden in Kästen untergebracht, die z.B. auch wegen der Unfallsicherheit mindestens noch einmal so schwer sind, insgesamt 2,2 Tonnen. Die beiden E-Motoren mit je 125 kW und 485 Nm sind nah an den hinteren Radnaben montiert. Durch knapp 23-fache Untersetzung entstehen daraus je 11.000 Nm, vergleichbar mit einem mittelstarken Lkw. Relativ gleichmäßig hohes Drehmoment hat auch der Lkw- Dieselmotor.


Der Antrieb wurde zwar komplett ausgebaut, der Leiterrahmen allerdings weiter verwendet. Darin finden 'nur' drei Batterien Platz, die anderen sind seitlich und darunter eingebaut. Besser wäre natürlich ein sehr breites Chassis, das alle Batterien aufnehmen und damit schützen könnte. Bei der Hinterachse und den flüssigkeitsgekühlten Motoren konnte man von der schon weiter fortgeschrittenen Technik in Bussen profitieren.

Vergünstigungen beim zul. Gesamtgewicht
Luftfederung: +1 Tonne, E- Antrieb: +1 Tonne

Insgesamt entstehen 2018 10 Fahrzeuge als Zweiachser mit 18 und Dreiachser mit 25 Tonnen. Sie werden zwei Mal ein Jahr lang an Kunden ausgeliehen. Geladen werden können die Lkw nur dort, weil für die enorme Batteriekapazität besondere Gleichstrom-Ladestationen nötig sind.


Dann sind Ladezeiten zwischen gut 2 und 10 bis 12 Stunden möglich. Ein elektrisch angetriebener Lkw ist nur bei geringer Geschwindigkeit leiser. Darüber dringen die Rollgeräusche stärker durch. Wer mit offenem Cabrio öfter über die Autobahn fährt, wird die enormen Reifengeräusche bestätigen können. 02/18







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