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2021 Jeep Wrangler 4xe (JL)




Wer hätte sich das je vorstellen können, einen Jeep Wrangler mit Motor von Alfa Romeo? Dort, wo für die meisten Amerikaner/innen wohl ein V8 hineingehört, ein R4 mit vier Vergasern? Ganz so schlimm ist es nicht gekommen, denn der Motor hat sich inzwischen zu einen Vierzylinder-Turbo mit Direkteinspritzung und viel Dampf gewandelt.

Zweite Frage: Hätte man sich denn einen solchen Jeep so vorstellen können, dass er rein elektrisch durch schwieriges Gelände tapert? Sicher auch nicht, ist aber möglich, weil es ihn zwar nur als Plug-In-Hybrid gibt, der E-Motor aber in das volle Allrad-Konzept mit einbezogen ist. Jeep Fans entdecken plötzlich die Ruhe beim Fahren.


Na klar, kein(e) Käufer/in würde wohl einen Wrangler mit Frontantrieb mit elektrisch zuschaltbarer Hinterachse akzeptieren, womöglich noch ohne Geländeuntersetzung und Differenzialsperren. Als Hecktriebler mit zuschaltbarem Frontantrieb würde das noch weniger Sinn machen. Und wenn man genau hinschaut, hat sich eigentlich nur der Preis erhöht.

Man kann sich Jeep-Ingenieure/innen vorstellen, die sich leicht murrend der Aufgabe widmen mussten, wieder einmal den Wrangler der neuen Zeit anzupassen. Die haben sich dann an den Hersteller ihrer Achtgang-Automatik gewandt, der ihnen darin statt des Drehmomentwandlers einen Elektromotor mit immerhin 107 kW Peak anbot.


Das hat die Laune wieder etwas verbessert. Auch mit der Lage der Batterie hat man sich nicht viel Mühe gegeben. Unter der Rücksitzbank war noch Platz für 17,3 kWh, der Rest der Elektronik wanderte, hoffentlich wassergeschützt, unter den Wagenboden. Bleibt ja ohnehin die Frage, wer denn außer zuhause den Ladeanschluss nur für Wechselspannung überhaupt benutzt.

Man hat den Eindruck, Hauptsache, es bleibt ein Jeep mit seinen sagenumwobenen Geländeeigenschaften und er kann weiter ohne Strafzahlungen verkauft werden. Und dann machen die 2,3 Tonnen, die das Gefährt inzwischen wiegt, auch nicht mehr viel aus. Denn schließlich ist ja auch sonst alles bei diesem Jeep sehr robust ausgelegt, ein Wrangler eben.


Wer will denn weit außerhalb Amerikas beurteilen, wie man sich fühlt, wenn man schon seit dem Alter von 16 Jahren den Jeep kennt und vielleicht auch schon fährt? Bis vor kurzem konnte man noch davon ausgehen, für seinen Jeep bei guter Pflege auch nach Jahren noch annähernd den Neupreis zu erhalten.

Damit dürfte es bei fast 70.000 € langsam schwierig werden, obwohl die Preise in USA, abhängig von den Steuern bzw. Subventionen in den einzelnen Bundesstaaten, noch immer unter denen in Deutschland liegen. Man wird sehen, wie lange die Treue zu der Marke hält, wenn auch noch der Verbrenner vollkommen verschwindet. Immerhin rein elektrisch kommt er schon gut 40 km weit.









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