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2026 Fiat Qubo L




Wir haben ihn zu sehr vernachlässigt. Deshalb hier auch die Entstehungsgeschichte. Die beginnt nämlich eigentlich mit dem Fiorino, der 1977 erstmals vorgestellt wird. Es ist die Kombination des brasilianischen Fiat 147 mit einem hohen Kastenaufbau.

In der dritten Serie 1994 wird die Front teilweise vom Fiat Uno übernommen. Nur die Hinterachse bleibt starr und an Blattfedern geführt. Den Motor mit ursprünglich nur 0,9 Liter Hubraum gibt es jetzt mit 1,1 bis 1,6 Litern. Hier taucht dann auch erstmals der 1,7L-Dieselmotor auf.



Ab 2008 wird der erste Qubo auf der Basis des Fiat Strada daraus. Der hat dann durchgehend eine größere Höhe und wird als Hochdachkombi bezeichnet. Der Basismotor hat jetzt 1,4 Liter Hubraum und 54 kW (73 PS). Aus der Pkw-/Nutzfahrzeug-Kombination entsteht ein Fahrzeug aus einem Guss.

Die Höhe bleibt bis in die heutigen Tage beim Qubo L erhalten, liefert schon damals das für ein 4-Meter-Auto riesige Ladevolumen von 2,5 m2, natürlich nur nutzbar, wenn man wirklich bis unter das Dach zulädt, hoffentlich das Hauptgewicht eher unten.

Durch die hohe Sitzposition entsteht viel mehr Kniefreiheit. Die hinteren Schiebetüren erfüllen bei engen Parkplätzen nicht nur die Wünsche von Eltern. Schon zu der Zeit sind die Rücksitze variabel. Fiat bezeichnet das Konzept als 'Free Space'.


Neben dem Fire-Motor gibt es den Diesel als Multijet und die für Italien durchaus lohnenswerte Variante, die mit Erdgas fahren kann, später auch mit CNG. Hinzu macht man ein automatisiertes Schaltgetriebe als Dualogic gegen Aufpreis möglich.

2016/17 kommt ein Facelift, dass den Wagen äußerlich und im Innenraum noch attraktiver macht. Neu ist eine Trekking-Variante mit einer robusteren Optik und ein durch Bremseneingriff selbstregelndes Sperrdifferenzial. Der Qubo bleibt aber ein Frontantriebler.

Das jetzt beim Qubo eingeführte 'L' darf nicht als Ausstattungsvariante missverstanden werden. Es bezeichnet auch bei Fiat 500 ein neues Modell. Der Qubo L gehört jetzt zur Stellantis-Familie mit Citroen Berlingo, Peugeot Rifter und Opel Combo.

Er ist zwar kaum in der Höhe gewachsen, aber es gibt ihn jetzt auch als Lang-Version mit sieben Sitzen. Damit steigt auch das Ladevolumen beim 5/7-Sitzer auf 3.000/3.500 Liter. Nahezu unglaublich ist, in welcher Varianz man den Wagen umbauen kann.

Da sind die Sitze der dritten Reihe, die zwar nicht ganz leicht sind, aber doch einfach herausnehmbar. Die zweite Sitzreihe verschwindet beim Umklappen so, dass eine fast ebene Ladefläche entsteht. Klappt man die Lehne des Beifahrersitze nach vorn ergeben sich bis zu drei Meter Ladelänge.

Passagiere der dritten Sitzreihe müssen bei einem Unfall erst Sitzlehnen der zweiten Reihe umklappen, um raus zu kommen.

Variabel ist auch die mögliche Motorisierung mit Turbo-Benziner mit Sechsgang, Turbo-Diesel in zwei Leistungsstufen mit Sechsgang und Automatik, sowie als reines E-Auto mit genügend Leistung, aber leider nur einem wählbaren Akku.








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