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1967 Fiat 125




Deutsche Untertitel möglich . . .


Auf den ersten Blick scheinen Starrachsfahrwerk und Doppelnockenwellenmotor nicht zusammen zu passen. Jedoch sind beide entschärft. Immerhin hat die starre Hinterachse zwar noch Blattfedern, aber mit zusätzlichen Längslenkern und auch der Motor hat nur einen Registervergaser. Er wirkt ganz unten etwas schlapp, aber ansonsten zu einem guten Mitstreiter mit munteren Überholreseven und mit 160 km/h Spitze unter Mittelklassewagen schon etwas Besonderes. Die Starrachs-Fahrwerke auch der anderen Mittelklasse-Fiat hat man ganz gut im Griff. Sie sind weder hart, noch gefährlich. Im Gegenteil, außer ein paar Versetzern in sehr welligen Kurven bleibt das Auto gutmütig.

Übrig bleibt eine sehr übersichtliche, relativ leise und sportliche Mittelklasse-Limousine mit reichlich Armaturen und genügend Komfort. Immerhin gibt es Scheibenbremsen auch hinten, die zumindest als Fußbremse und bei nicht zu harter Beanspruchung gut funktionieren. Wäre er etwas resistenter gegen Rost gewesen und nicht so früh abberufen worden, es hätte mehr aus ihm werden können. So reicht es nur noch zur Spezial- Version mit 74 kW (100 PS), Fünfgang und 170 km/h Spitze. Trotzdem hat er noch, zwar mit älterem Motor und Fahrwerk, eine lange Karriere als 125 Polski vor sich.



Mit der Übergabe des Fiat 125 von Italien nach Polen beginnt der Horror. Das ist nicht unsere Meinung, sondern das bescheinigen Sachkundige aus dem Land einem ihrer wichtigsten Produkte selbst. Sie sagen, dass während man bei westlichen Produkten lieber die jüngsten Ausgaben kaufen sollte, wäre das im Fall des 125p genau umgekehrt.

Doch der Reihe nach. Genau betrachtet wird nur die Karosserie übernommen. Der Unterbau, neu deutsch die Plattform, stammt vom Vorgänger des 125, dem Fiat 1500, auch das Armaturenbrett. Der Sprung zum neuen Auto ist in Polen schon so gewaltig genug, da braucht es nicht auch noch ein Triebwerk mit zwei obenliegenden Nockenwellen.

Statt mit 1500 cm3 kommt der Wagen mit 1300, man sagt diesem Motor sogar eine deutlich größere Haltbarkeit nach als dem später doch noch eingeführten 1500er. Statt fünf gibt es nur noch vier Gänge, anfangs sogar noch mit Lenkradschaltung. Nach der Umstellung auf Mittelschalthebel fällt das Missverhältnis zwischen geforderter großer Arm- und geringer Beinlänge auf, aber das gab es bei fast allen Fiats.

Man erkennt auch die ersten Fiat 125p sofort an den runden Scheinwerfern gegenüber den eckig umrahmten beim 125. Die Deckel vorn und hinten sind glatter. Immerhin hatte schon der Fiat 1300/1500 Scheibenbremsen an allen vier Rädern, so dass der 125p in den Genuss einer Bremsanlage kommt, vor denen die anderen Verkehrsteilnehmer durch eine Schrift in der hinteren Scheiben gewarnt werden.



Fiat 125p in einer der letzten Ausführungen . . .








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