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2026 Ferrari Luce





Das Design stammt anscheinend komplett vom ehemaligen Apple-Designer Jony Ive und seiner Firma. Nur das Heck mit seinen vier Leuchten erinnert noch an die Marke. Auf allzu viele Leute scheint das neue Design befremdlich zu wirken.

Ein Grund mag sein, dass der Wagen auf Bildern noch relativ kompakt wirkt und deshalb mit den Sportwagen von Ferrari verglichen wird. In Wirklichkeit ist er aber fast exakt so lang wie der Puresangue, mit dem Ferrari den Bau viertüriger Fahrzeuge eingeleitet hat.


Besser zu verstehen ist er vielleicht, wenn Sie sich die äußere Hülle der meist zweischaligen Bauweise wegdenken. Dann kommt vorne eine ohne Knick an der Windschutzscheibe ansteigende Linie zum Vorschein, die man selbst bei Sportwagen noch nie gesehen hat.

Nur kann man so natürlich keine ausgewachsene Limousine gestalten, oder eben vielleicht doch, wenn man eine zweite Haut drüberlegt, die der Aerodynamik nicht schadet. Designer aus der ganzen Welt werden an dieser Stelle vermutlich ganz genau hinsehen.


Das ist ein sorgfältig gestyltes und arrangiertes Auto. Man kann von Apple-Produkten halten, was man will, aber deren Design-Anspruch ist unstrittig. Wenn man die Luftströme rund um das Auto verfolgen will, wird einem schon fast schwindelig.

Natürlich ließen sich die Scheibenwischer nicht unter einer Haube verstecken, die an dieser Stelle gar nicht existiert. Also wanderten sie auf die A-Säulen. Zu weit getrieben hat man es allerdings mit den aerodynamisch optimierten Felgen, die noch nicht einmal die Nähe eines Bordsteins vertragen.


Aber es sind noch andere möglich auf diesen Felgen, deren Durchmesser auf einer Limousine noch niemand gesehen hat. Wo andere am Aussehen der Leuchteinheiten basteln, verschwinden sie vorne fast und sind hinten nur sichtbar, wenn sie gebraucht werden.

An das Heck und den schwarzen Unterbau vorne und hinten kann man sich schon eher gewöhnen. Ungewöhnlich wiederum die nach vorne öffnenden hinteren Türen, zu öffnen mechanisch und gleichzeitig elektrisch. Gut für alle, denen Stellmotoren oft genug zu langsam sind.


Innen findet sich so etwas Ähnliches: Drei Taster, jeweils nach oben und unten kippbar und in Funktion von einem Balken auf dem Display begleitet, die genau anzeigt, wie lange man schon betätigt. Auch die Displays sind eine Kombination von echt Vorhandenem und Virtuellem.

Andere überfrachten das Lenkrad so stark, dass man meint, in Kurven das halbe Armaturenbrett drehen zu müssen. Im Luce ist es sehr reduziert mit Funktionen ausgestattet. Auch der Lenkradkranz ist überraschend schlank, erinnert an früheres Sportwagen-Feeling.


Kann es sein, dass dieser Wagen gleichzeitig praktisch und exklusiv ist? Zumindest vier Personen fürstlich befördert, eigentlich auch leicht ist für die Batteriekapazität und Motorenausstattung. Mit Hinterradlenkung trotzdem gut um die Kurven kommt und eine ungeahnte Höchstgeschwindigkeit hat.

Uns würde allerdings brennend interessieren, wie lange der Wagen diese auch nur annähernd durchhält. Die Beschleunigung scheint uns jedenfalls sportwagenmäßig zu sein. Was hatten die Kritiker/innen erwartet, einen engen niedrigen Zweisitzer mit noch mehr Reichweite?









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