 2026 Citroën 2 CV?

Er lässt uns an die legendäre Ente denken. Stattdessen kommen im Film Hennen vor und natürlich Eier, die für die Aufgabenstellung des 2CV noch vor dem Zweiten Weltkrieg eine Rolle spielten. Mit dem Auto
sollten sie bekanntlich transportierbar sein ohne zu zerbrechen.
Und so wurde das Auto dann auch konzipiert, einen großen Anteil des Geldes in das Fahrwerk investiert. Die Vorderachse war anfangs so aufwändig konzipiert, dass sie z.T. noch heute als die teuerste ihrer
Klasse bezeichnet wird.

Ein Rohr, vorne quer den tragenden Teil des Chassis abschließend, trug Zahnstange der Lenkung und an ihren Enden je einen sich nach vorne verjüngenden Tragarm. Hier bei diesem jüngeren Modell fehlen die
großen senkrechten Behälter der ersten Serie.
Die waren völlig geschlossen und enthielten 3,5 kg schwere Massen, die an Federn nach oben und unten aufgehängt waren, auf den ersten Blick eine Erhöhung der ungefederten Massen, aber in ihrer
Gegenwirkung gegen Fahrbahnstöße eher das Gegenteil bewirkend.
Da die Hinterachse bis auf die Lenkung identisch konzipiert, aber natürlich umgedreht war, brauchte der Rahmen nur auf dem kurzen Weg zwischen beiden Querträgern eine besondere Stabilität. Die wurde
zusätzliche diagonale Streben erreicht, das Ganze mit Blechen abgedeckt.
Dadurch konnte der Rest des Fahrzeugs vom Gewicht her optimiert werden, was zu nur einer halben Tonne Leergewicht führte. Auf dem Bild wird noch ein Highlight sichtbar, nämlich die seitlichen, beweglich
aufgehängten Verbindungen zwischen der Vorder- und Hinterachse.
Das wurde vom Hersteller als Verbundfederung angepriesen, Wenn die Vorderachse an einer Bodenwelle einfedert, wird die Aufhängung hinten über die Verbindung nach unten gedrückt so, dass diese nicht in
gleicher Weise reagiert, Nickbewegungen werden vermieden.
Die meisten Menschen haben es nie vermocht, das Fahrwerk an seine Grenzen zu bringen. Sie haben sich durch die enorme Seitenneigung davon abhalten lassen. Die schmale Radialreifen waren Teil des
Konzepts, immer noch rechtzeitig das Fahrzeug driften statt kippen ließen.
Der Ente wurde sogar nachgesagt, Citroën habe demjenigen eine neue geschenkt, der es schaffte, sie während der Fahrt auf die Seite zu legen
Auch der einfache Aufbau wurde unterschätzt. Die Türen konnte man durch hochheben ausbauen, das Rolldach erlaubte den Transport auch sperriger Waren. Der Ausbau der Sitze war selbstverständlich auch
ohne Werkzeug möglich.
Vier Schrauben hielten die Außen- samt Innenkotflügel. Zum Aus-Einbau reichte der Schlüssel für die Radmuttern. Um z.B. die Zylinderköpfe abzunehmen, verging die gleiche Zeit wie für die innenliegenden
Bremstrommeln, auch genial für ein gutes Fahrwerk.
Nur beim Scheibenwischer hat man sich anfangs vergaloppiert. Weil E-Motoren damals noch recht teuer waren, hatte man ihn durch die Tachowelle angetrieben mit dem Ergebnis, dass die grün werdende
Ampel bei starkem Regen partout nicht mehr zu sehen war.
Und wer sich nun das Video oben ansieht, wird feststellen: Der Name ist zurück. Ob auch die Ente zurück ist, überlasse ich gern Ihrem Urteil.
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