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 1978 Horizon
Nein, besonders sportlich kommt er nicht daher. Dafür ist er aber ein sehr geeigneter Reisewagen, was in seiner Klasse eher selten ist. Also
sind bei ihm Gepäckraum und Platz auf der Rücksitzbank begrenzt, letzteres wegen seiner ungewöhnlich dicken Sitzlehnen. Das hat
Symbolcharakter, denn auch seine Federung/Dämpfung ist so komfortabel.
| Die Lenkung wird bisweilen als schwergängig empfunden. |
Er ist der Nachfolger des Simca 1100, der manchmal der erste Fronttriebler mit großer Heckklappe genannt wird. Leider hat es 11 Jahre
gedauert, diesen zu ersetzen. Auch halten sich die Änderungen unter dem Blech in Grenzen. Sogar der Radstand stimmt überein. Wenn es
denn etwas zu verbessern gegeben hätte, dann vielleicht die Motoren.
| Ein Trip-Computer ist seine Besonderheit. |
Chrysler France ist zu der Zeit nicht auf Rosen gebettet. Der Wagen wird entsprechend herumgeschubst, erscheint allein in Nordamerika
unter fünf verschiedenen Firmen bzw. Namen. Zum Schluss landet die ganze Chose beim PSA-Konzern unter der Submarke Talbot. Obwohl
die eine große Vergangenheit hat, geht es dem Wagen nicht besser. Im Gegenteil, dem jetzt übernommenen Fünfganggetriebe bescheinigt
man eher durchschnittliche Eigenschaften.
| An diesem Auto erwachen die ersten Stimmen bezüglich einer hohen Ladekante. |
Das war dann einmal das Auto des Jahres 1978/79. Wenn man von Rost absieht, der damals in fast allen Autos sein Unwesen trieb, kann
man dem Horizon eigentlich nur gute durchschnittliche Eigenschaften bescheinigen, was auch seine maschinelle Haltbarkeit betrifft. Nun gut,
er neigt sich etwas ungewöhnlich weit in die Kurve, nicht nur wegen weicher Abstimmung, sondern auch, weil seine Drehstabfedern nicht
progressiv sind. Schade eigentlich, er hätte eine bessere Umgebung verdient gehabt.
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