Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z



Alle Tests
  F7     F9


 Buchladen

 Aufgaben/Tests

 Formelsammlung

 Motoröl-Finder






2019 Bugatti 300 m/h



Angeblich soll das jetzt der letzte Geschwindigkeitsrekord gewesen sein, den der modifizierte Bugatti Chiron errungen hat. Man wird sehen. Aber 300 Meilen pro Stunde, eigentlich sogar 304,773 m/h (490,484 km/h) sind schon eine beachtliche Leistung. Jetzt ist man wieder etwas weiter entfernt von denjenigen, die der Firma frühere Rekorde streitig gemacht haben.


In den Stolz mischen sich Gedanken an die Geschwindigkeitsrekorde Ende der dreißiger Jahre. Rudolf Caracciola erreicht im Januar 1938 mit 432,7 km/h auf Mercedes-Benz die größte, je auf öffentlichen Straßen gefahrene Geschwindigkeit. Sein Mitbewerber, Bernd Rosemeyer kommt auf Auto Union bei dem Versuch ums Leben, ihn zu übertrumpfen.

Aufladung kann geringere Sauerstoffanteile in der Luft heute kompensieren.

Gegenüber der damals gerade erst fertiggestellten Autobahn Autobahn Frankfurt - Darmstadt mit ihren gefährlichen Brückenpfeilern und böigen Seitenwinden sagt man der dreispurige Bahn von VW in Ehra- Lessien (Niedersachsen) besondere Sicherheitsstandards nach. Durchgehende Leitplanken und Rettungskräfte sowohl am Nord- als auch am Südende sind Teil davon.


Einen Nachteil hat die Strecke, sie liegt nur 50 m über Meereshöhe mit 1013 hPa Luftdruck. Ungefähr alle acht Meter Höhengewinn sinkt der Luftdruck um 1 hPa. Auf 1000 m Höhe beträgt er nur noch 890 hPa, was dann auch den Luftwiderstand entsprechend verringert. Bugatti gibt an, man hätte z.B. auf einer Strecke in Nevada (USA) etwa 25 km/h schneller sein können.


Allerdings ist der heutige Rekord mit dem von 1937 auch insofern nicht ganz exakt vergleichbar, als der damalige über einen Kilometer gehalten werden musste. Das wäre auf dem nur 21 km langen Rundkurs in Ehra-Lessien nicht möglich. Im Gegenteil musste sich der Pilot Andy Wallace an sehr exakt vorgegebene Geschwindigkeiten halten, z.B. mit etwa 200 km/h die Steilkurve verlassen, erst dann Vollgas geben und unbedingt den Bremspunkt vor der nächsten Kurve beachten.

Mit speziellen Matten wird die Fahrbahn vor jedem Versuch gereinigt.

Es blieben also nur 8,8 km, um von 200 auf über 400 km/h zu beschleunigen und dann wieder auf 200 herunter zu bremsen. Bei 400 km/h legt ein Fahrzeug 400.000 m pro 3.600 s, also etwa 111 Meter in der Sekunde zurück. Der Verbrauch beträgt dann übrigens mehr als 100 L/100km. Schwierig ist so eine Geschwindigkeit auch für die Reifen, in diesem Fall von Michelin bis 511 km/h getestet, Selbst Flugzeugreifen erreichen solche Geschwindigkeiten nicht und sind auch viel größer.


Mit dieser Rekordfahrt wurde der des Koenigsegg Agera für radgetriebene Fahrzeuge mit Straßenzulassung vom November 2017 mit 447 km/h vermutlich nicht aufgehoben, weil dieser auf dem Salzsee in Bonneville (USA) in beiden Richtungen mit nur maximal einer halben Stunde dazwischen erreicht wurde. Der für strahlgetriebene Landfahrzeuge liegt mit 1228 km/h schon jenseits der Schallmauer.09/19








Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller