 2026 Bentley Torcal
| Torcal de Antequera ist eine markante Felslandschaft in Andalusien. |
Das hätte sich Walter Owen Bentley bestimmt nicht träumen lassen, als er 1919 seine Firma gründete, um 'Le Mans zu gewinnen', dass diese Firma im Jahr 2026 als Hersteller von einem Elektroauto
reüssieren würde, wohl eine völlige Umkehr der Ziele.
Auch dass seine Firma überlebt hat, wenn auch im Prinzip nur mit ihrem Namen, ist schon bemerkenswert. Denn eigentlich musste sie schon 1926 'gerettet' werden, es kam 1931 im Zusammenhang mit der
Weltwirtschaftskrise zum endgültigen Zusammenbruch.
Nicht von Anfang an waren Bentleys nur Rolls-Royce mit geändertem Kühlergrill. Anfangs sorgte eine andere Technik dafür, dass sie die sportlicheren Pedanten von Roll-Royce waren. ChatGPT nennt sie die
sportliche Variante desselben technischen Grundkonzepts.
Inzwischen hat Bentley sogar das Werk in Crewe 'erobert', das immer etwas mehr galt als die Ursprünge von Bentley in Cricklewood und Derby. Leider aber ist die Firma trotzdem wieder auf Zulieferung
angewiesen, diesmal innerhalb des VW-Konzerns von Porsche/Audi.
Nur mit der Porsche-Cayenne-EV-Plattform konnte das erste rein elektrische Auto der Firma entstehen. Diese soll aber erheblich für die eigenen Anforderungen überarbeitet worden sein. Der leuchtende Stern
über der Plattform ist die 800V-Technik.
Wenn Sie oben noch die Daten der beiden Motorisierungen und die überragende Ladetechnik hinzunehmen, haben Sie schon wesentliche Teile des Fahrzeugs erfasst. Allerdings lohnt unbedingt
noch ein Blick auf das Fahrwerk.
Bentley nennt das Fahrwerk vollaktiv. Das kann es besser sein ohne irgendwelche starren Stabilisatoren. Wankbewegungen werden durch Gegenmomente der variablen Dämpfer ausgeglichen. Das geht schneller
und vor allem zielgenauer.
Die Hinterachslenkung sorgt für einen trotz großem Radstand vergleichsweise geringen Wendekreis. Auffallend an dem Auto ist, dass es versucht, eine eigene Identität zu haben, abseits von den
Massenprodukten von VW und Audi.
Womit wir wieder bei dem Werk in Crewe wären. Dort ist man besonders stolz auf die Fertigung solcher Luxusautos, deren am Kaufpreis ablesbare Qualität man erst nach und nach 'erfährt'. Ferdinand Piëch
scheint schon damals das Werk in Crewe wichtiger gewesen zu sein als der Name Rolls-Royce.
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