 2022 Audi RS Q e-tron
Nein, die Dakar-Rallye wird nicht wirklich elektrifiziert. Reine E-Autos würden ja auch Ladestationen auf den bis zu 800 km langen Strecken erfordern. Der Audi RS Q e-tron wird nur am Ende eines jeden Tages
geladen, immerhin bis zu 50 kWh. Das wäre dann ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz, da müssen neue Regeln her.
Klar muss sein, das Fahrzeug ist ein PlugIn-Hybrid, allerdings ein serieller, von dem wir stets angenommen haben, er würde nie sinnvoll sein. Warum sollte man auch Benzin in Strom und erst dann zum Antrieb
verwenden? Hier scheint sich doch ein Sinn zu ergeben, z.B. weil Kupplung, Getriebe, Kardanwelle, und eventuelle Achsantriebe mit Sperren wegfallen.
Ein weiterer Vorteil entsteht durch den Benzin-Verbrennungsmotor, der aus der DTM stammt und dort bei 9500/min bis zu 450 kW leistet. Der ist hier gedrosselt und maximal auf Effizienz getrimmt. Trotzdem
arbeitet er offensichtlich immer mit 4500 bis 6000/min, direkt mit der Ladeeinheit verbunden.
Das bedeutet wohl, diese Leistung muss dauerhaft abgerufen werden, was natürlich im normalen Straßenverkehr unmöglich wäre. Auch bei der Rallye Dakar scheint man da von Schwankungen auszugehen, die
durch immerhin 52 kWh der Hochvoltbatterie ausgeglichen werden sollen. Außerdem muss diese die bis zu 220 kWh durch den Verbrenner bzw. Rekuperation aufnehmen.
Schon so vieles hat Audi geschafft: Mit dem quattro die Rallye-Welt verändert, mit einem Hybridantrieb die 24 Stunden von Le Mans gewonnen, erfolgreich die Formel E zu verstärken. Diesmal hat man sogar
den Vorteil, mehr selbst entwickeln zu dürfen, z.B. die Batterie. Natürlich sagt man das nicht laut, aber es wäre schon ein Gewinn, mit dem neu entwickelten Fahrzeug anzukommen.
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