 2019 Audi Q3 Sportback
Die Frage, warum ein zweifellos recht reizvoll gestyltes Auto so viel Bodenfreiheit haben muss, ich weiß, die darf man hier nicht stellen. Sogar die Optionen auf bis zu 20 Zoll große Räder könnten bleiben.
Der in Manhattan Grau komplett das Fahrzeug umrundende Unterbau wäre dann wohl an den Rädern unterbrochen, weil diese dann weiter in die Kotflügel hinein angeordnet werden müssten.
Aber so schlimm kann das doch nicht sein, weil dieser Unterbau ja auch mit der S-Line in Wagenfarbe und/oder die Chromteile auch in Schwarz erhältlich sind. Die enorme Mühe, die man sich mit den
Unterschieden zum normalen Q3 gemacht hat, würde sich noch mehr lohnen. Denn eigentlich ist nur der Vorderwagen geblieben. Sogar die Windschutzscheibe, Seiten und Heck sind anders designt,
Dach und das Innenleben des vorderen Kühlergrills ohnehin.
Der hat jetzt ein Wabenmuster, als S-Line sogar noch mit Chromdetails. So musste man sich an den Türen eine gegenüber dem Q3 tiefer liegende Sicke ausdenken, um den Wagen wenigstens optisch
tiefer zu legen. Alles nicht nötig oder ein noch viel sinnvolleres Accessoire, wenn der Wagen tiefer läge. Auch das beim Sportback als Standard mitgelieferte Sportfahrwerk würde noch mehr Sinn machen.
In anderen sportlicheren Wagen akzeptiert man ja auch eine gewisse Enge, wobei sie sich hier gegenüber dem Q3 wirklich in Grenzen hält. Vorne ist das Dach noch hoch genug, man bemerkt
vielleicht nur die flachere Windschutzscheibe. Hinten kann es mit der Kopffreiheit für große Passagiere ein wenig knapper als im Q3 werden, aber nicht bei der Kniefreiheit. Und wenn man nicht über die
untere Fensterkante hinaus lädt, hat man auch beim Gepäck fast keine Einschränkungen.
Von hinten macht der Wagen dann mit seinem großen Heckspoiler am Dach, seinem kleinen an der Heckklappe und dem angedeuteten Diffusor einen ganz anderen Eindruck. Den kann man mit der S-
Line noch deutlich wertiger gestalten lassen, so dass man den fehlenden Auspuff gar nicht bemerkt. Und die Ladekante wäre bei tiefer liegendem Auto auch leichter zu überwinden. Und solange man bei
Bedarf einen Dachgepäckträger installieren kann, vermisst man die beim Sportback fehlende Dachreling wohl nicht.
Beim 1,5l-Benziner kann mit Doppelkupplungsgetriebe ein Riemen-Sarter-Generator mit bestellt werden, der über einen Riementrieb den Motor antreiben und auch rekuperieren kann. Damit
ist eine frühere Start-Stopp-Phase, für eine begrenzte Zeit Segeln und sogar Boosten möglich. Allerdings sind bei den Vierzylindern nur 12V- statt 48V-Systeme mit deutlich weniger Effekt eingebaut. Vielleicht wäre
der Spareffekt am tiefergelegten Auto doch größer. 09/19
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