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Unsere Photovoltaik-Erweiterung




An dieser Stelle wollen wir die übliche Reihenfolge einmal unterbrechen, denn eigentlich könnten Sie heute mit Fug und Recht ein Buchkapitel zum Thema Modellbau erwarten. Der Anlass ist die Fertigstellung unserer Erweiterung der bestehenden Sonnenkollektoren.

Wir haben die Neuen oben im Bild zeichentechnisch hinzugefügt und mit Pfeilen gekennzeichnet. Sie sehen hier viel kleiner aus als die Vorhandenen, sind aber in Wirklichkeit deutlich größer. Mein Sohn war schon skeptisch, ob wir sie aufs Dach kriegen.

Es hat geklappt und morgen wird die Anlage zum ersten Mal in Betrieb genommen. Warum nicht heute? Weil ich ganz zum Schluss ein Problem mit dem Zusammenbau der Zwischenstecker hatte und eben noch eine Anleitung aus YouTube anschauen musste.

Es sieht alles so leicht aus, aber es hat doch gedauert, z.T. auch dem bei dieser Witterung so heißem Blechdach geschuldet. Hinzu kam die exorbitante Anordnung der neuen Paneele. Ursprünglich sollten sie die Reihen der Altvorderen auffüllen.

Rein rechnerisch wäre das so gerade hingekommen, aber die Anlage wäre auf der rechten Seite viel präsenter geworden und wir hatten Angst vor eventuellen Bedenken unseres Nachbarn zur Linken. Der momentane hätte vermutlich nichts dagegen.

Der ist an Sonnenkollektoren nicht interessiert. Wenn sich die Situation nebenan aber ändert und ein(e) neue(r) Besitzer/in wegen der Verschattung beschwert, weil das Nachbarhaus tiefer liegt, dann ist von uns äußerst unerwünschter Ärger vorprogrammiert.

Also blieb nur die Anbringung on top. Die hier sichtbare Dachhälfte endet allerdings nicht weit hinter der obersten Reihe der vorhandenen Kollektoren und hat dann eine etwa hüfthohe Mauer, bevor es auf der anderen Seite nach Norden hin im gleichen Winkel wieder nach unten geht.

Das bedeutet, die rechten Zwei ganz oben hängen schon mit ihrer oberen Hälfte in der Luft, die linken zwei fast vollständig. Würde ich als bei einem der zwei linken Pfeile stehen, dann reicht mir deren obere Kante bis zu den Brustwarzen.

Der Zwischenraum besteht, um die Verschattung eines wichtigen Flurfensters zu verhindern.

Sie können sich vorstellen, dass bei so einer gewaltigen Angriffsfläche nach Norden hin die Sicherungsmaßnahmen besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Wir mussten das für Flachdächer gedachte Ständerwerk deutlich erweitern.

Bei der Anbindung an die Altanlage wurden auch bei der noch gewisse Defizite entdeckt, die aufgearbeitet werden mussten. Aber die Verbindungen zwischen alten und neuen Kollektoren und neuen untereinander haben viel zusätzliche Stabilität gebracht.

Angedacht ist auch, den Teerboden des vorderen Dachs unter den Kollektoren mit Alu-Papier auszukleiden, damit die sich deren bifaziale Wirkung noch besser entfalten kann. Durch Wetter und Sicherungsmaßnahmen haben die Arbeiten sich hingezogen.

Der Weg aufs Dach über zwei Leitern ist lang. Beide müssen vorher aufgestellt und nachher abgebaut werden, egal wie kurz man nur gearbeitet hat. Und auch das Stromkabel nach oben muss regelmäßig verstaut werden.

Jedes vergessene Werkzeug bemerkt man erst, wenn man es sich oben zur Arbeit gemütlich gemacht hat. Besonders oft war der Weg nach unten und wieder nach oben nötig, wenn die Kabelführung durch den Kamin nach unten kontrolliert werden musste.

Welches Gewicht ist geeignet, an den schon vorhanden Kabelsträngen vorbei zu kommen, die alle auch noch vorzeitig enden? Wie macht man die Kabel an der Rückseite der Kollektoren fest, damit sie nicht unschön auf dem Dach rumliegen?

Wo kommt die Dose mit der Zusammenfassung der vier Minus-Leitungen hin? Wie ist deren Wasserdichtheit garantiert? Reichen die 80 Meter für die fünf verbleibenden Kabel nach unten? Ja, sie haben mehr als gereicht und morgen wird ihre Wirkung überprüft.

Allerdings hatte jemand auf der anderen Straßenseite ein Herz und hat regelmäßig über eine Stunde sehr gekonnt Klavier gespielt.







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