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Tankstelle im Wandel 2



Zugegeben, wir haben es etwas übertrieben in unserem Drang, den Unterschied zur eher gemütlichen Tankstelle aus den 70ern zu betonen. Aber solche Ladeplätze gibt es wirklich. Der Elektrotrucker Tobias Wagner hat sie auf seiner Tour nach Norden in Finnland mitgefilmt.

Natürlich ist das bei uns so nicht möglich, aber es kennzeichnet den Wandel drastisch. Denn klar muss sein, z.B. Toiletten sucht man bei Ladeparks des Öfteren vergebens. Früher konnte man wenigsten danach fragen und erhielt dann vielleicht einen Schlüssel für hintenrum.

Ja, es gibt auch Üppigere außerhalb von Autobahnen, vielleicht sogar mit Möglichkeit zum Duschen und einem kostenlosen Kaffee. Aufwärmen muss man sich ja nicht wie beim Verbrenner, bei dem man ja den Motor abstellen musste. Aber der brauchte auch nicht so lange an der Tankstelle.

Das wird sich einpendeln. Leider haben sich die Deutschen nie an eine Bezahlung direkt an der Zapfsäule gewöhnen müssen wie z.B. in USA. Ob sich aber die halben Supermärkte sich dann auch an Ladeparks etablieren lassen, wir werden sehen.

Es ist noch zu früh, obwohl die Entwicklung der Ladeparks der dem Verkauf von Elektroautos zurzeit davonzulaufen scheint. Man hat versäumt, die Lage des Tankstutzens bzw. der Steckdose zu normieren, hat mit Recht mehr Wert auf die Ausführung der Stecker gelegt.

Bei Lkw gibt es eine Tendenz, zumindest die Grundversorgung an die linke Seite zu legen. Zusätze, wie eine zweite gleiche oder eine Ladebuchse für Megawatt-Laden kommen dann auf die andere. Ist auch so schon schwer genug mit dem Rangieren und eventuellen Absatteln.

Und dann die Autofahrer immer eine Person an der Kasse gewöhnt waren, bei denen sie immer noch meist bar bezahlt haben, trifft vermutlich das Chaos mit den Ladekarten auf grundsätzlich verunsicherte Kartenbenutzer.

Auch den Komfort, die Preise vor dem Abbiegen zur Tankstelle lesen zu können, hat sich nicht übertragen lassen. Also ist das Bild von einem eher seelenlosen Ladepark doch nicht so ganz verkehrt. Wenn dann auch noch Schlangenbildung im Urlaub dazu kommt . . .

Schlimmer werden die Interessenten/innen für ein E-Auto die Teilung in zwei Klassen empfinden. Da gibt es die Gewinner z.B. mit Eigenheim, Garage oder wenigstens separierbaren Stellplatz oder Abonnenten von Tiefgaragen mit individueller Möglichkeit zum Dauernuckeln von Strom.

Und auf der anderen Seite die noch immer Unterversorgten, die in der Nähe ihrer Mietwohnung keinen Park- geschweige denn einen Ladeplatz finden. Die dürfen dann auch bei Regen ihr Auto irgendwo zurücklassen und müssen es sogar rechtzeitig abholen und einen Parkplatz für den Rest der Nacht suchen.

Abhilfe ist in Sicht. Zwar ist dem Schnorren von Strom bei Aldi und Ikea ein Ende gesetzt worden, aber sind an den Stellen sogar kleine Parks sogar für bescheidenes Schnellladen entstanden. Auch andere Gelegenheiten sind dabei, sich zu vervielfachen.

Das geht einher mit neuen Techniken basierend auf günstigen Speichern. Die erlauben, es Strom dauernd in geringeren Dosen aus dem Netz zu nehmen und dann auch mit etwas mehr Leistung an Fahrzeuge abzugeben. Nicht nur bei Gratisabgabe kann das ein Argument bei der Werbung von Arbeitskräften sein.

Üblich und sinnvoll ist es schon, das auch für Gäste einer Firma oder Institution anzubieten. War da jemand eine längere Strecke zu einem Gesprächstermin unterwegs, dann ist er/sie dankbar, während dessen Dauer genügend Strom für die Rückfahrt zu bekommen.

Und wenn man sich schon nicht auf die allgegenwärtigen Lichtmasten einigen kann, ist vielleicht die abdeckbare Steckdose an der Bordsteinkante interessant. Und je mehr es von auch eher unscheinbaren Möglichkeiten zum Laden gibt, desto kürzer der Fußweg nach und von Zuhause.







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