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Reifen



Eigentlich soll unser Kona Elektrik erst im nächsten Monat geliefert werden. Aber es wurde am Telefon schon beiläufig erwähnt, er könne auch schon Ende Januar da sein. Wenn wir die Verkäufer wären, würden wir schon jetzt noch einmal anrufen, eine Woche vorher.

Etwas tröstet uns allerdings, hier hat es ausgerechnet jetzt zum ersten Mal in diesem Winter geschneit. Blöd, wenn da nächste Woche das Auto da wäre und noch Schnee läge. Warum? Weil wir den Wagen natürlich mit Sommerreifen bestellt haben. Was Sie sich jetzt fragen, wissen wir bereits, das brauchen Sie nicht auch noch zu formulieren.

Zu den Gründen, Euer Ehren: Bei unserem vorigen Auto gab es noch so etwas wie Rabatte. Da konnte man feilschen, bis der Arzt (Chef) kam. Da kamen Winterreifen dem Preis bei unserem günstigsten Reifenhändler schon recht nahe. Das war diesmal jedoch grundsätzlich anders.

Man fragt zunächst, ob überhaupt jemand im Autohaus Zeit für einen hat. Ist der/die dann auch noch freundlich zu einem, freut man sich schon sehr. Hält die dann überhaupt ein Auto bereit, das den Hauptwunsch erfüllt, nämlich eine große Batterie, dann steigert sich die Freude.

Bei der Aussicht, auf das Auto nur ein halbes statt einem Jahr zu warten, ist sie so groß, dass man noch nicht einmal mehr nach Rabatt zu fragen wagt. Das schließt dann aber auch den Kauf zusätzlicher Winterreifen aus. Außerdem hat das neue Auto gegenüber dem alten eine Besonderheit, nämlich Sensoren in den Reifen.

Das alte Auto hatte das nicht. Da wurde der Luftdruck in den Reifen über die Raddrehzahl und damit über die außen liegenden ABS-Sensoren ermittelt. Allerdings hat mich diese Messmethode auch einmal im Stich gelassen, als über eine längere Zeit alle Reifen relativ gleichmäßig ein halbes bar verloren hatten.

Jetzt wäre also auch der Kauf beim Reifenhandel vielleicht ein Problem. Unsere Entscheidung: Bei Eis und Schnee bleibt das Auto in der Garage und wir fahren mit Bahn und ÖPNV. Bevor Sie jetzt wieder Widerspruch einlegen: Ja, wir müssen nicht täglich zum Job pendeln, haben dies aber z.T. auch schon mit ÖPNV gemacht, als wir noch einen Diesel in der Garage hatten.

Nein, Ganzjahresreifen sind für uns keine Option. Das ist so wie der Spruch: Ich bin ja tolerant, ich reiche jedem Arsch die Hand. Nicht Fleisch, nicht Fisch. Solange es nicht friert und kein Schnee liegt, sind Sommerreifen denen sogar im Winter überlegen. Ich ahne aber schon Ihre nächste Erwiderung.

Nein, es wird zu vermeiden sein, dass wir bei relativ gutem Wetter irgendwo hingefahren sind und dann bei schlechtem nicht mehr zurückkönnen. Unser Glaube an die Wettervorhersage ist zwar nicht grenzenlos, aber für ein paar Tage wird es wohl reichen. Im Zweifel, die Bahn. Immerhin sind wir ja auch jetzt schon fast ein halbes Jahr ohne eigenes Auto ausgekommen.

So wäre es doch fatal, das Auto stünde mit Sommerreifen bereit, wir könnten es nicht übers Herz bringen, gerade weil der Händler in fußläufigem Abstand von uns entfernt ist. Es wäre gerade auch noch bezahlt worden, aber wir hätten es nicht zu Hause und ausgerechnet bei der ersten Fahrt würde etwas passieren.

Das alles hat der Verkäufer, in unserem Fall männlich, sicher auch schon bedacht und nach dem Prinzip: 'Führe sie nicht in Versuchung' ruft er erst an, wenn der Schnee weg ist. Das wäre dann Service vom feinsten, wie man es in Deutschland schon lange nicht mehr gewohnt ist.

Obwohl bei uns an einem Samstag der erste Schnee fiel, sind bis zu 100 registrierte Unfälle passiert, im Nachbarkreis 150. Da ist es also ohnehin besser, auf das eigene Auto zu verzichten, auch mit Winterreifen.







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