Nach der Energiewende 2

Das ist noch zu wenig gedacht, was uns alles nach einer gelungenen Energiewende alles bevorsteht. Beginnen wir bei unserer Situation. Wir sind uns gar nicht mehr sicher, ob wir nicht eine gewisse Zeit lang
mit einer Dreiteilung unserer Heizung leben werden.
Bisher deckt unser 700W-Heizstab, von Photovoltaik gespeist, die Erzeugung von warmem Wasser ab, was im Übrigen auch nicht mehr den ganzen Tag die gleiche Temperatur haben muss, wenn alle im
Haus schon immer abends duschen.
Wir machen uns also Gedanken um unsere noch nicht gelieferte Wärmepumpe. Deren Stärke werden nicht die Temperaturen strenger Winter, sondern eher die etwas milderen sein. Da mit Sicherheit nicht
genügend Sonnenstrom vorhanden sein wird, ist die Wärmepumpe hier ideal.
Und da sie ja aller Voraussicht an die normale Gasheizung angeschlossen wird, könnte die ja bei seltenem, aber strengem Frost eingesetzt werden. Und wir würden in aller Ruhe schauen, wie sich die
Wärmepumpe macht und gleichzeitig, was sich beim Gasnetz tut.
Das wird sicherlich kein großer Gasverbrauch und damit gut für die Umwelt sein. Allerdings müssen wir die Pauschale und den Schornsteinfeger im Auge behalten. Man kann schon bald gültige Prognosen
aufstellen, z.B. wenn unsere aus der Subvention gefallene Anlage hinzukommt.
Das ist es, was uns persönlich die Zeit nach der Energiewende so schmackhaft macht. Vielleicht ist es ja die vierte industrielle Revolution, hat aber diesmal den Vorteil, dass sie nicht so wie früher über die
Köpfe der Leute hinweggeht.
Wir können teilnehmen, selbst bestimmen, weil wir, wenn auch kleine, aber Kraftwerke haben, um die wir uns von der Systematik der Herstellung her nicht kümmern müssen. Anscheinend hat man uns aber
eine Rolle als Verkäufer zugedacht.
Aber wenn wir schon zuhause einen für unsere Verhältnisse riesigen Komplex zu managen haben und im Winter dann vielleicht nur die Wärmepumpe als größerer kontinuierlicher Verbraucher aus dem Netz
bleibt, dann ist uns das Verkaufen zu viel.
Denn eine Wärmepumpe muss kontinuierlich laufen. Vielleicht lässt sich ja etwas mit dem zeitlich gestreckten Betrieb der Waschmaschine bzw. unseres 3D-Drucker machen. Allerdings Strom zu bestimmten Zeiten
entnehmen, lässt sich nur mit einem Smart Meter.
Vielleicht zu große Hoffnung setzen wir auf das Auto, das wir zugestanden recht selten benutzen. Aber die zusätzlichen 64 kWh könnten bei unseren Plänen enorm helfen. Schon im Moment mit unseren
12,66 kWh Heimspeicher haben wir Probleme mit dem rechtzeitigen Verbrauch.
Es bleibt also noch viel Arbeit, z.B. mit dem Ort und dem Anschluss der Wärmepumpe. Sie muss draußen sein, erzeugt warmes Wasser, das wiederum im Winter vor Einfrieren geschützt sein muss. Die
Steuerung soll durch die Gasheizung erfolgen, auch nicht ganz einfach.
Eine Wärmepumpe muss mehr umhegt und umpflegt werden als Sonnenkollektoren, die im Winter oft genug vom Eis abgerubbelt werden. Nein, sie braucht Abstand zur Wand und darf nicht im Schnee
versinken. Man muss mit Lärm rechnen, besonders auch mit Blick auf die Nachbarn.
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