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Hyundai - Wasserstoff



Wir fahren selbst einen elektrischen Hyundai, sind damit recht zufrieden, aber normalerweise hätten wir nach den von Hyundai auf der CES 2024 vorgestellten Plänen gesagt, die sind ein wenig verrückt geworden.

Jedoch hat nicht nur die E-Mobilität im Moment ein Tief der Besinnlichkeit, auch der Kampf gegen den Klimawandel steht irgendwie vor Herausforderungen, von denen es fast unmöglich scheint, sie in den Griff zu kriegen.

Wie das geht, wenn man das Fliegen verbietet, das haben Länder in der Corona-Zeit leidvoll erfahren, die auf Touristen unbedingt angewiesen sind. Soll die gesamte EU dann für noch mehr Länder als für Griechenland gradestehen?

Was mögen die Folgen sein, wenn wir alles in der Zeit tun, die uns nach Ansicht der Klimaforscher noch bleibt? Woher kommt das Geld und ist so eine schnelle Umsteuerung überhaupt möglich? Langsam kommen auch uns Zweifel.

Man sagt, die Politik müsse die Menschen mitnehmen. Aber was machen wir mit denen, die partout nicht mitgenommen werden wollen? Keine Veränderung z.B. im Beruf, weil sie ihrer Meinung nach nichts anderes können.

Wie viele Gebiete gibt es heute schon, um die man sich allein schon aus Gründen der Wirtschaftlichkeit kümmern müsste. Was ist, wenn noch mehr Menschen aus diesen Gebieten fliehen? Und dann soll das alles auch noch ohne zusätzliche Belastung der kommenden Generationen durchgeführt werden?

Und was tut Hyundai auf der CES? Machen die im 56. Jahr ihres Bestehens nur einen auf Optimismus oder orientieren die sich wirklich an der Realität? Und dann das Thema 'Wasserstoff', unser total abgelehntes für den Pkw-Bereich.

Aber man lernt ja bekanntlich nie aus. Erste Erkenntnis, man will deutlich über völlig überalterte Elektrolyseverfahren hinausgehen. Nein, ein vollkommen neues Verfahren, um aus Strom effektiver als bisher Wasserstoff herzustellen, stellt man nicht vor.

Wer etwas Neues will, muss offensichtlich Altes gründlich beiseiteschieben und wenn das klappt . . . Man will Wasserstoff aus Abfall und sogar Plastik herstellen. Können Sie sich das vorstellen, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?

Wir bleiben skeptisch, aber was die (alles) Männer von Hyundai da an schon begonnener Weiterentwicklung vorstellen, ist enorm. Die Rede ist von einer kompletten 'Wasserstoff- Wertschöpfungskette'.

Lassen wir einmal Versprechen von Hyundai von neuer Software beiseite und kümmern uns nur um Hardware. In der Tat wird im Moment von Seiten der Politik auch in USA unglaublich viel in eine Wasserstoff-Wirtschaft investiert.

Zunächst einmal weist man auf Erfahrungen mit der Brennstoffzelle seit 1998 hin. Man fühlt sich als führend bei der Wasserstoff-Mobilität. Schon 2025 soll ein neuer Nexo auf den Markt kommen. Aber zum Glück geht es nicht hauptsächlich um Wasserstoff im Pkw.

Nicht überall gibt es so strenge Regeln für Fahrer/innen von Schwerlastwagen wie in Europa und damit auch längere, an einem Stück zu bewältigende Strecken. Und an einer Wasserstoff-Tankstelle, so teuer sie zurzeit auch ist, können wesentlich mehr Lkw 'tanken' als an einer Spezial-Ladesäule.

Und dann holt man zum großen Rundschlag aus. Es gibt einfach noch zu viele Fahr- und Flugzeuge, die noch auf CO2-Freiheit umgestellt werden müssen, z.B. landwirtschafliche Fahrzeuge, denen man vermutlich Wasserstoff aufs Feld bringen kann, aber nicht schnell ladbaren Strom.

Man weist zusätzlich auf den Vorteil der sicheren Lagermöglichkeit ohne Verluste hin. Wasserstoff könnte nach Ansicht der Firma zum größten Träger von Primärenergie werden. Wasserstoff soll z.B. so weit wie möglich in allen Feldern der Hyundai Group eingesetzt werden, erster Abnehmer des eigenen Produkts.

So ist ein Abnehmer von fast 3 Millionen Tonnen Wasserstoff bis 2025 schon gefunden. Jetzt muss er nur noch so günstig wie möglich produziert werden. Man denkt daran Klärschlamm und organischen Abfall mit der Hilfe von Mikroorganismen umzuwandeln und bezeichnet den Prozess als einfach.

Auch wenn Biogas entsteht, lässt sich das leicht zu sauberem Wasserstoff verarbeiten. Eine Fabrikation existiere bereits in Chungju in Südkorea. Bei Kunststoffen will man sich den nicht recycelbaren vornehmen, dessen Anteil man mit 90 Prozent bezeichnet.

Verraten will man wohl noch nicht so viel, obwohl man schon Patente besitzt. Man spricht von 'Schmelzen', 'schwarzem Honig' und dessen Umwandlung in ein synthetisches Gas. Am Ende ist auf dem Weg zu industriell verwertbarem Wasserstoff noch eine Reinigung erforderlich.

Natürlich reicht Wasserstoff aus Abfall und Plastik nicht aus. Um ihn aus Strom zu produzieren, gibt es nach Angaben der Firma die klassische alkalische Methode und die PEM-Elektrolyse. Und die Letztere genau umgekehrt wie die Reaktionen in der Brennstoffzelle verläuft, sieht man hier größere Chancen auf Effektivität.

Es ist auch eine Frage des Bedarfs, den man ständig wachsen sieht und eine angestrebte Senkung der Produktionskosten auf die Hälfte. Neben dem Transport über Pipeline, Schiff und Lkw setzt man auch auf mögliche Betankung mit evtl. sogar tragbaren Behältern.

Es soll bereits eine bewegliche Station im Seouler Stadtteil Gwangjin geben und in Indonesien ein Projekt, bei dem von örtlichen Gemeinden Abfall gesammelt und zu Wasserstoff verarbeitet wird. Ein Modell für Asien und vielleicht für die ganze Welt.

Auch in USA ist Hyundai aktiv, mit Wasserstoff-Lkws in Nordkalifornien. Dort sind sieben regionale Clean Hybrid Hubs mit dem Energieministerium geplant. Der Staat will offenbar Milliarden investieren. Man arbeitet bereits mit E-Commerce- und Einzelhandelsunternehmen zusammen.

Seit 2020 ist in diesem Sektor Hyundai in der Schweiz aktiv. Angeblich hat man dort schon 8,7 Mio. Kilometer mit Wasserstoff zurückgelegt. Besonders wichtig ist aber das Projekt in Georgia. Nach den Bildern könnte es sich um eine Gigafactory handeln, in der jährlich bis zu 300.000 Elektrofahrzeuge gebaut werden sollen.







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