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Energiekonzern-Lobbyistin 4



Schon im vorigen Kapitel haben wir uns die Gedanken gemacht, die eigentlich im Zentrum aller Überlegungen stehen sollten, nämlich wie wir die längst möglichen Dunkelflauten überstehen können und wie wir mit überschüssigen Energien umgehen sollten.

Also bleiben wir, wie im Kapitel 'Energie-Lobbyistin 3' bei der Situation im Winter und knabbern immer noch an der Frage, ob wir die 10 gW Gaskraftwerke wirklich brauchen, samt der für später geplanten Umwandlungsprozesse von Wasserstoff zurück in Strom.

Nein, eigentlich nicht, und das nicht nur theoretisch. Wir haben, wieder einmal, ChatGPT befragt, ob es denn wirklich keine Großspeicher gäbe, die auch während der drei Wintermonate genügend Strom z.B. für unsere Wärmepumpen bereithalten könnten.

Die Antwort war, zumindest für uns, sehr überraschend. Lithium-Eisenphosphat (LFP) verliert nur 1 bis 3 Prozent seiner Energie pro Monat. Das wären über die drei Wintermonate nur maximal 3 bis 9 Prozent, viel weniger als die Verluste bei der Umwandlung in Wasserstoff und zurück.

Und es scheint so zu sein, dass wir im Moment ein Überangebot an Bitten um Bewilligung von Batteriespeichern haben. Ja, warum zum Teufel dann noch Gaskraftwerke bauen und zu finanzieren, wenn sie nur herumstehen? Warum kommt da niemand drauf?

Die KI weist uns allerdings auch auf eine Hürde bei der Einführung von massenhaftem Batteriespeicher hin: Die Betreiber wollen natürlich damit Geld verdienen, um ihre Auslagen so schnell wie möglich wieder hereinzuholen und dann Gewinn zu machen.

Das ist ein heißes Eisen. Bei der öffentlichen Planung von Standorten für Ladesäulen hat man schon einmal versucht, den Preis für Ladestrom auf 0,44 € zu begrenzen und ist gescheitert. Allerdings hat man hier auch nicht subventioniert.

Man müsste also den Investoren/innen in Batteriekapazität das Warten mit der Abgabe der Strommengen bis in den Winter hinein bezuschussen. Aber das wäre immer noch günstiger, als das dem Bau neuer Gaskraftwerke hinzuzufügen.

Die zusätzliche Batteriekapazität könnte nebenbei auch netzdienlich ausgerichtet sein, also Rücksicht auf die Mängel an Netzkapazität nehmen, bzw. teilweise sogar deren Ausbau vermeiden und damit noch Kosten einsparen.

Irgendwann gelangen wir zum Überschuss an erneuerbarer Energie, auch auf die Primärenergie bezogen. Den brauchen wir dringend, wenn wir z.B. an die Kapazitäten nötiger Rechenzentren für KI denken.

Hier haben dann auch die hohen Batteriekapazitäten eine neue Aufgabe, denn Rechenzentren brauchen gleichmäßig Energie. Aber der Staat muss nicht mehr subventionieren und niemand sich Gedanken machen darüber, was wir mit den Gaskraftwerken machen sollen.

Bleibt nur die Frage, warum kommt da niemand von den Verantwortlichen drauf. Hat die KI schon eine Antwort und die Fachleute nicht? Diese Idee erfordert doch eigentlich keine besondere Phantasie, oder? Wer hat eigentlich ein Interesse daran, die Lösung der Probleme unnötig teurer werden zu lassen?







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