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Energiekonzern-Lobbyistin 2



Nein, wir können uns nicht wirklich beruhigen. Weltweit brechen die Preise nicht nur für Solar, sondern auch für den Speicher ein und Frau Reiche setzt auf neu zu bauende Gaskraftwerke. Frau Andreae gesellt sich noch hinzu. Gibt es eigentlich weltweit dafür Beispiele oder sind die Deutschen die Einzigen, die auf neue Erdgaskraftwerke setzen?

Und dann versucht man, uns deutlich zu machen, wie wichtig der baldige Ausbau an Gaskraftwerken ist. Danach geht die Frau Ministerin nach Brüssel und genehmigt wird nur die Hälfte. Haben Sie so etwas wie einen Aufschrei gehört? War die beantragte Größe denn nun nötig der nicht?

Und dann diskutiert Frau Andreae diese Ungereimtheiten schon gar nicht mehr, sondern setzt noch einen drauf, indem Sie die ziemlich unnötigen Gaskraftwerke auch noch zur Verbrennung von Wasserstoff heranzieht, womöglich bis in alle Ewigkeit.

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Sie betont in einem Atemzug, wie wichtig Wasserstoff in Zukunft für bestimmte Branchen ist, will aber diesen so dringend z.B. für die Roheisen- Erzeugung benötigten Wasserstoff quasi vor aller Augen verbrennen.

Wo ist da die Logik? Wohlgemerkt, es geht schon jetzt nicht mehr nur um die langen Wintermonate, wo Gaskraftwerke eventuell im Moment noch helfen könnten, sondern um die Zeit danach. Gleichzeitig wird der Ausbau von Solar begrenzt, weil man Aufdach-Anlagen in gewisser Weise abwürgt.

Ja, das ist auch ein Abwürgen, wenn man sich in aller Ruhe anschaut, wie Hausbesitzer ihre Speicherkapazität erhöhen. Wäre doch gar nicht nötig, wenn man den vorliegenden Anträgen auf größere Batteriespeicher schneller stattgeben würde. Warum eigentlich vermehrt zuhause speichern und nicht im (kleineren) Verbund?

Dann wären vielleicht auch Besitzer/innen von Mietshäusern eher bereit, die Dachfläche mit Kollektoren zu füllen, denn die machen im Verhältnis zu Speichern im Moment nur etwa ein Fünftel des Preises plus Wechselrichter aus. Den Weg zu nächsten Batteriestation wird das lokale Netz doch noch schaffen.

Denn abends muss es das ja auch, nämlich rückwärts. Von wegen jede(r) Hausbesitzer/in kümmert sich um den Strompreis an der Börse und profitiert eventuell davon. Es wird für alle zentral erledigt und der Strompreis sinkt dadurch, übrigens auch für Mieter/innen.

Jede noch so dumme KI kann bei höheren Preisen verkaufen.

Bei dem bisher Skizzierten brauchen wir über Netzausbau noch gar nicht zu reden. Der ist schlicht nicht nötig. Schauen Sie sich an, wie relativ gering die zu transportierenden Strommengen sind. Mittags erreichen Sie bei einer großen Dachanlage mit 10 kW peak vielleicht ihren Höhepunkt.

Dreiphasig ins Netz gegeben sind das 10.000 W geteilt durch 230 V geteilt durch 3 sind das knapp 15 A. Da müssen noch nicht einmal die Sicherungen geändert werden. Das darf jeder Haushalt empfangen. Man wird sagen, nicht alle gleichzeitig, aber nicht jede(r) Hausbesitzer/in schickt 10.000 W ins Netz.

Zusammenfassung:

1. Besonders viele Hausspeicher sind eigentlich der falsche Weg, obwohl wir selbst, durch gesetzgeberische Maßnahmen gezwungen wurden, da mitmachen.
2. Die Preise für Solar sind wesentlich geringer als für Speicher, was deren Ausbau auf Dächer von Mietshäusern begünstigen würde. Dann hätten auch die Mieter etwas davon.
3. Lokale Batteriespeicher könnten auch das Laden von E-Autos begünstigen.
4. Solche Batteriespeicher belasten das Netz nicht stärker, sondern nutzen es nur viel konsequenter aus.

Jetzt haben wir noch gar nicht über die mögliche Rolle der E-Autos im Verbund mit dem Gesamtnetz gesprochen und auch nicht darüber, wie wir in allernächster Zeit über den Winter kommen. Fortsetzung folgt.







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