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Energiekonzern-Lobbyistin



kfz-tech.de/Ye295

Da fällt einem wirklich kaum noch etwas ein, außer vielleicht der Begriff 'Bräsigkeit'. Lässt die Frau Andreae so ungeschoren davonkommen. Sie erklärt ihm alles und er nickt es ab. Dabei könnte er vorgewarnt sein, denn sie sagt ganz frank und frei, dass sie auf der Seite von Frau Reiche steht.

Nicht, dass man da direkt einhaken kann. Und Frau Andreae hat auch recht, dass die Medien mit Frau Reiche respektlos umgehen, ihrer Person gegenüberr mehr Abstand an den Tag legen sollten. Aber in eine aufmerksamere Haltung sollte das diesen Interviewer schon bringen.

Was die da alles unwidersprochen behaupten darf, unglaublich. Beginnen wir damit, dass sie nicht auf der Höhe der Zeit ist und gehen direkt in das Thema 'Wasserstoff'. Der Schwerlastverkehr brauche Wasserstoff, das darf 2026 einer Expertin und Lobbyistin nicht passieren.

Und schon sind wir mitten drin, wir können uns ja ohnehin nur ein paar Statements herauspicken. Sie schafft es, dauernd nur vom Wasserstoff zu reden und benennt ganz unbemerkt vom Interviewpartner die Gaskraftwerke in eine Art Kraftwerke für Wasserstoff um.

Deren Zukunft als Gaskraftwerke kommt nicht annähernd zur Sprache, deren heutige Begründung ebenfalls nicht. Der Unterschied, was Frau Reiche vorhatte und was ihr jetzt nur von der EU erlaubt wird, kein Wort darüber. Stattdessen ein riesiges Geschwafel über die Zukunft des Wasserstoffs.

Das könnte man, mit Ausnahme des Schwerlastverkehrs, auch so stehenlassen, würde Frau Andreae nicht in gleichem Atemzug vorschlagen, den mit hohem Energieaufwand und nur durch Flauten erklärbaren Wasserstoff mit einem beinahe ebensolchen auch noch zu verbrennen.

Jede offene Verbrennung auch ohne CO2-Emission bringt z.B. Stickoxid- Probleme mit sich.


Also im Klartext: Wasserstoff wird an sehr vielen Knackpunkten gebraucht, die gerade nicht mehr technologieoffen (Wenn ich das Wort schon höre!) zu behandeln sind, wie beispielsweise die Stahlerzeugung, wobei man da besser die Erzeugung von Roheisen sagen müsste.

Und dann schlägt die Expertin vor, es in ehemaligen Gaskraftwerken zu verbrennen, um daraus Strom zu machen, von dem wir auf dem Weg sind mehr zu haben als vom Wasserstoff? Man darf vermuten, dass damit die unselige Wahl neuer Gaskraftwerke wohl gestützt werden soll, koste es, was es wolle.

Dann ist man weg von den Fragen der künftigen Bezahlbarkeit von Erdgas, dem absolut unglücklich gewählten Begriff der 'Bio-Treppe', den zunehmenden Plänen baldiger Stilllegungen von Gasnetzen. Zum Glück arbeitet die Zeit kräftig gegen die Pläne von Frau Reiche.

Entscheidender ist PV-Freifläche als PV-Hausdach. Aber sie hat überhaupt nichts gegen PV-Hausdach.

Und bei alledem fragt der Interviewer nicht nach? Das passt in die neuerliche Krise von Podcasts, in denen Interviewte ganz offen ihre z.T. abstrusen Meinungen absondern dürfen und es kein Wort des Widerspruchs gibt, ein kostenloses Forum für den/die bewusst nicht Angeklagte/n.

Wo haben wir eine energiepolitische Veränderung . . . das Abblasen der Energiewende?

Und die Inhaber der Podcasts verteidigen ihre, vielleicht auch durch Faulheit bei der Recherche bedingte Haltung, wundern sich angeblich nur über den enorm hohen Anklang, den diese Folge erreicht hat. Kein Wunder, die entsprechende Clientel kann wieder einmal ihren Helden feiern.

Das wollen wir jetzt diesem Podcast hier nicht unterstellen, aber die Eintracht und Zufriedenheit der Frau Andreae am Ende dieses Interviews ist offensichtlich. Immerhin, eines haben wir von ihr gelernt, die unerwartet hohe Quote der Smart Meter in Deutschland von knapp 25 Prozent.

In die Netze muss auch mehr Schwung rein. Aber wie?







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