Diese 'neue' Regierung

| Strom produzieren ja, aber bitte nicht ins Netz geben! |
Ja, wir beschäftigen uns in letzter Zeit fast schon zu viel mit Balkonkraftwerken, versuchen einer einstmals eher harmlosen Idee der Bürgerbeteiligung im Kampf gegen den Klimawandel noch weitere Vorteile
abzutrotzen.
Was wäre aber eigentlich die deutlich bessere Vorgehensweise? Man sagt, diese 'neue' Regierung habe keine Strategie, bei diesem Kampf zu helfen. Hat sie aber doch, nur muss man diese unter einer dicken
Lage aus seltsamen Erklärungen hervorlocken.
Das ist der etwas ältliche Kapitalismus-Ansatz eines Staates, sich so weit wie möglich raus zu halten. Typisch USA würde das heißen, dem (erfolgreichen) Bürger so viel Geld wie möglich belassen, Steuern
und damit z.B. auch Sozialausgaben runter.
Wir wollen einmal versuchen, das auf unsere aktuellen Probleme runter zu brechen. Da stehen zwei Kulturen gegeneinander. Wir sind z.B. der Meinung, an Ort und Stelle nur das zu machen, was notwendig
ist, das aber schnell und mit äußerster Kraftanstrengung.
Bedeutet möglichst viele Sonnenkollektoren auf deutschen Dächern, um jetzt einmal die Windkraft außen vor zu lassen. Was gibt es denn Vernünftigeres, als das alles einzusammeln und dem vorhandenen
Netz oder der relativ kurzzeitigen oder langfristigen Speicherung zuzuführen?
Also brauchen wir Batteriekapazität für Dunkelflauten und Wasserstoff z.B. für das Heizen im Winter. Und weil da auch noch wichtige Industrie und eventuell Flugverkehr dranhängt, können wir gar nicht genug
Strom erzeugen, die Politik müsste nur ihre Hausaufgaben machen.
Und was tut die derzeitige Regierung? Sie sagt dem Bürger, er möge seinen Strom doch bitte behalten, setzt weiterhin auf Großkonzerne, lässt Gaskraftwerke bauen. Und die Wirkung: Garantiert bremst das
die Bewegung unter den Bürgern/innen, etwas Sinnvolles gegen den Klimawandel zu tun.
Tausende oder gar Millionen kaufen zusätzlich zu Photovoltaik noch Speicher, übrigens der teurere Teil einer solchen Anlage. Die einen produzieren zu viel Strom, um ihn zeitgerecht zu verbrauchen, die
anderen könnten zu bestimmten Zeiten mehr Strom brauchen.
Allen Ernstes rät die Regierung, man solle das selbst regeln, wobei eigentlich die Grenze zum Lachhaften überschritten ist. Gibt es sonst noch irgendwo einen Ausbund an Faulheit, der Millionen von Bürgern
betrifft? Verweigert sich hier nicht eine Regierung elementarer Aufgaben?
Wir (Besitzer von Eigenheimen) können ja noch wenigstens etwas für uns selbst tun. Aber mehr als die Hälfte in Deutschland wohnt zur Miete. Die sind ohnehin schon gebeutelt, sich nicht nur wegen fehlender
Lade-Infrastruktur kein E-Auto leisten zu können.
Welche(r) Vermieter/in sieht sich denn in der Lage, Strom von eventuell auf dem Dach zu installierenden Sonnenkollektoren sinnvoll unter seinen/ihren Mietern zu verteilen und abzurechnen. Mit dieser
Überlegung kann man doch Photovoltaik auf Mietshäusern fast komplett abschreiben.
Schon jetzt bei der Stromerzeugung auf die Bremse zu treten, ist geradezu sträflich. Zwar haben die erneuerbaren Energien beim Strom fast die Mehrheit, aber noch lange nicht, wenn man die insgesamt
benötigte Energie und damit auch die Abhängigkeit vom Ausland betrachtet.
| Die erlaubten 800 W lassen sich technisch begründen. Aber warum nicht drei Mal 800 W für jede
Phase? |
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