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Bidirektionales Laden



kfz-tech.de/Ye296

Immer mehr werden in letzter Zeit Systeme zum bidirektionalen Laden vorgestellt. Wir meinen natürlich die für Autos, zu denen ein solches System gerade nicht mitbestellbar war, in der Regel ältere Modelle. Ohnehin kommt unser Tipp auch nur für diese in Frage.

Warum? Weil wir direkt der Hochvoltbatterie zu Leibe rücken und das könnte die Garantie gefährden. Machen Sie sich klar, welche Daten der Hersteller vermutlich über Ihr Fahrzeug hat. Wir würden das nicht riskieren, obwohl wir es doch vor dem Ablauf der acht Jahre vorhaben.

Denn bis dahin werden wir unsere Garantie aufgekündigt haben, weil uns das einjährige Intervall mächtig auf den Zeiger geht. Nur ein Beispiel: Die Inspektion nach drei Jahren wurde uns beim Autokauf mit ca. 300 € angekündigt.

Da aber alle vorherigen Ankündigungen schon überschritten wurden, hätten wir mit mindestens 360 € gerechnet. Was haben wir dagegen beim TÜV bezahlt? Ca. 62 €. Damit meinen wir nicht, dass Sie uns alles in diesem Kapitel nachmachen sollten.

Zurück zum Thema. Das Video unten verspricht zwar eine Montage mit Werkzeug, rückt aber dann mit einem Gerät für ca. 300 € heraus. Außerdem ist die Entnahme an der 12V-Batterie das ungünstigste, was sie machen könnten.

Denn wenn etwas am E-Auto vielleicht als erstes den Geist aufzugeben droht, dann ist es nicht die Hochvolt- sondern die 12V-Batterie. Außerdem treibt nicht nur die mehrfache Wandlung des Stromes, sondern auch das dauerhafte Einschalten der Zündung die Ineffektivität in unglaubliche Höhen.

Wir haben eine ganz andere Lösung gefunden. Die sehen Sie oben an einem alten Hyundai Kona aus Bulgarien. Jetzt könnten Sie denken, dass diese nur an einem alten Kona funktioniert, das ist aber falsch. Ursprünglich kommt das Gerät nämlich aus USA.

Warum hat sich eine Firma, oder wie wir gleich hören werden, mehrere Firmen an die Arbeit gemacht, so ein Gerät zu entwickeln? Es ist wieder einmal die Firma Tesla, die schon sehr früh E-Autos in Massen produziert hat, z.T. sogar mit kostenlosem Supercharging.

Da hätte also jemand mit einem solchen Fahrzeug in regelmäßigen Abständen Strom vom Supercharger für sein/ihr Haus 'tanken' können. Es hätte sich gelohnt. Aber welche anderen Autos kommen für so eine interessante Anwendung in Frage?

Alle, die noch über den ursprünglichen CCS-Standard verfügen. Denn der wurde im Laufe der Zeit so verändert, dass auch das abgebildete Gerät den Weg zur Hochvoltbatterie nicht mehr freigeben wollte. Und beim alten Kona ist das der Fall.

Also unser Tipp: Verfolgen Sie bei YouTube oder anderswo Quellen, wo jemand das mit Ihrem alten E-Auto probiert hat. Nur dann würden wir Ihnen zu so einem Gerät raten, denn 1.400 $ sind nicht gerade wenig Geld, vermutlich schwer wieder hereinzuholen.

Wir haben uns natürlich noch andere amerikanische Geräte angeschaut, mit denen ein älterer Tesla seinen Strom wieder hergegeben hat und sind z.B. auf ein Gerät für ca. 700 $ gestoßen. Jetzt warten wir noch ab, ob jemand auch das bei einem alten Kona E ausprobiert hat.


kfz-tech.de/Ye297







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