Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z




Formeln
Alle Tests
Motorölfinder



Wasserstoff-Zukunft



Man fasst es nicht, manche schon als unsinnig erkannte Technologien geistern immer noch durch die Landschaft. Daimler hat Jahrzehnte lang an der Brennstoffzelle geforscht und schließlich die ganze Technologie eingestampft. Jetzt wird sie durch die Aussicht auf Subventionen wieder hervorgeholt, zum Glück wohl nur für Lkw.

Für den Pkw bleibt in the long run praktisch kein Vorteil übrig. Der einzige, nämlich die größere Reichweite, wird irgendwann in Frage gestellt werden, denn es ist gar nicht zu bestreiten, dass die Batterien immer mehr Strom pro Kilogramm werden speichern können. Ob sie allerdings der Wasserstofftechnologie beim Lkw gleichkommen? Vom Gewicht her wohl kaum, höchstens von Volumen her.

Und trotzdem muss man die Frage nach dem Wirkungsgrad und den Kosten stellen. Inzwischen gibt es schon Experten, die sagen, drei Viertel der Energie gehen durch Aufbereitung von Wasserstoff, dessen Bereitstellung an der Tankstelle und im Fahrzeug auf dem Weg zum Antrieb verloren. Wir bleiben da bei zwei Dritteln. Fast so schlimm scheint die Kostensituation zu sein.

Eine Tankstelle für Wasserstoff können Sie einfach nicht mit einer Ladesäule vergleichen. Angeblich kostet die eine Mio. Euro. Dann gehen die Befürworter hin und beziehen die größere Reichweite auf das nötige Tankstellennetz. Aber würde der/die Besitzer/in eines Autos mit Brennstoffzelle akzeptieren, wenn die nächste sagen wir 50 km entfernt wäre. Also 100 km fahren um danach durchschnittlich 60 km pro Tag zurückzulegen?

Der Vorteil der batteriebetriebenen Fahrzeuge ist eben, dass sie fast jede(r) zuhause oder sehr in der Nähe laden kann. Und würde die Bundesregierung nicht neuerdings mit der Verpflichtung zum Laden mit Karte z.B. die Einrichtung von Laternenladen verhindern, dann wäre der Unterschied zwischen dieser Art und der Einrichtung teurer Tankstellen noch größer. Diese Verpflichtung ist deshalb unsinnig, weil wir mit aller Kraft an einer Identifizierung a la Tesla arbeiten müssen.

Was für eine schöne Welt, denn in der Regel würde auch das Laden mit 3,6 kW ausreichen und bei einem solchen Überfluss an Ladesäulen muss man auch nicht mitten in der Nacht das Auto wegsetzen. Noch eine Anmerkung allerdings: Irgendwo hoch dort droben müsste eine Kamera installiert sein, die genügend lange aufzeichnet, um Vandalismus zu bekämpfen. Allerdings sind auch diejenigen wichtig, die zuhause laden.

Denn bei 11 kW ist durchaus ein Hin- und Rückladen möglich. Wie schon berichtet, gibt es bereits jetzt Möglichkeiten, das E-Auto größtenteils mit Strom zu laden, der z.B. nachts übrig ist und für den Deutschland vielleicht sogar noch zahlen muss, damit Nachbarländer ihn abnehmen. Fehlt nur noch das Entnehmen von Strom aus Elektroautos zu Spitzenzeiten im Verbrauch. Kohle würde dann als Grundlast endgültig obsolet werden.

Und das einzig verbleibende Argument für Wasserstoff auch im Pkw wäre damit auch nicht mehr gegeben. Das sagt jetzt gar nichts über den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. Beim Lkw können die Tanks z.B. mit 300 bar gefahren werden, was sie leichter macht, etwas ungefährlicher und der Tankstelle diese enormen Drücke erspart. Und für Flugzeuge scheint es im Moment gar keine andere Lösung zu geben.

Allerdings sind hier die Hürden trotzdem noch besonders hoch, wenn man z.B. weiß, dass eine Boing 747 gewichtsmäßig bis zu einem Drittel Kraftstoff an Bord hat. Der modernere Airbus kann das mit Sicherheit etwas besser, aber das Kuriose ist, dass wir gerade überlegen, die Kurzstreckenflüge zu verbieten und uns eventuell dann lange Flugstrecken gar nicht mehr leisten können. Oder wird dann in der Luft Wasserstoff getankt?

Da geistert das Stichwort von der 'Technologieoffenheit' durch die Landschaft. Aber die Hersteller machen jetzt gute Gewinne. Die kann man nur einmal einsetzen. Also müsste man dem Begriff den der Konzentration der Ressourcen entgegensetzen. Bleibt als letzter Punkt die Reichweitenangst. Aber dazu haben wir im Kapitel 'PlugIn mit Zukunft?' einen Betrag geleistet.









Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller