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Was hat VW mit dem Diesel-Skandal der Elektromobilität für einen Dienst erwiesen? Und dann auch noch, wie ein Opferlamm, die Schuld eines großen Teils der Branche auf sich genommen. Da gibt es Leute, die direkt von einem Diesel auf ein Elektroauto umgestiegen sind.

Ob sie damit glücklich wurden? Fahren Sie einmal so gegen 19.00 Uhr über die A3 von Frankfurt in Richtung Köln. Bis zu 160 km/h auf dem Tacho und dauernd rauscht ein Audi, BMW oder Mercedes an ihnen vorbei. Die würden das auch von München bis Hamburg durchhalten ohne zu tanken.

Da kann das E-Auto nicht mithalten und es ist sogar zweifelhaft, ob es das jemals können wird. Nun wissen wir aber alle, dass die E-Mobilität mit aller Macht kommen wird, letztlich natürlich auch die Hybride verschwinden werden. Das alles wissen auch die oben erwähnten Umsteiger, aber wie gehen sie damit um?

Da gibt es die Verlogenen mit Zweitwagen, der auf Dienstreisen zum Erstwagen wird. Andere wiederum stellen sich um, fahren z.B. mehr mit der Bahn. Andere sind eh' schon fast im Rentenalter und können die Zahl ihrer Geschäftstermine reduzieren. Das ist die Gruppe, die im Internet am wahrnehmbarsten geworden ist.

Warum gibt es so viele youtube-Filme über Tesla und keiner gibt wirklich zu, dass 80 Prozent Laden in 20 Minuten reine Fiktion sind? Es werden noch nicht einmal die 115 oder 125 kW als Spitzenwert erreicht, geschweige denn als Durchschnitt. Aber die angeblich superschnellen Ladezeiten geistern weiter durch die Landschaft.

Da gibt jemand mit einem Hyundai Ioniq an, bei 130 km/h auf der Autobahn mit 15 kWh pro 100 km auskommen zu können. Ein späterer Blick auf sein Display offenbart einen Durchschnittsverbrauch von etwa 17 kWh pro 100 km. Wohlgemerkt, da bildet die für Elektroautos so schwierige Autobahn nur einen Teil ab. Außerdem gilt der Ioniq z.B. wegen seiner Wärmepumpe als besonders sparsam.

Nun gab es allerdings schon zu allen Zeiten nicht glaubhafte Angaben der meist männlichen Besitzer über ihre Autos. Aber warum beteiligen sich bei der E-Mobilität so viele Leute auch höheren Bildungsgrades? Warum treten so viele von denen regelmäßig mit bescheidenem Verdienst bei youtube auf?

Erklärung: Sie haben vermutlich das neue Auto mit noch mehr Interesse an Technik wie die vorigen erworben. Sie verfügen über entsprechende Geldmittel. Würden Sie aber jetzt z.B. einen neuen, gut ausgestatteten A6, 5er oder eine E-Klasse zusammen mit ihren Besuchern konfigurieren, würde das vielleicht sogar eine Neid-debatte auslösen. Dabei wäre der Ritt durch die wesentlich umfangreicheren Aufpreislisten viel ergiebiger.

Beim E-Auto darf man ruhig zugeben, 100.000 Euro für ein Auto ausgegeben zu haben, denn schließlich gilt das als umweltfreundlich. Und um das zu finanzieren, setzt man eben Filme ins youtube-Netz, leider allerdings nur 1 bis 3 Euro pro 1.000 Klicks generierend. Das Finanzielle kann also nicht der Grund für die youtube-Aktivitäten sein.

Leider hat sich damit eine Praxis wieder den Bereich der Videos zurückerobert, die z.B. in den USA noch weitgehend selbstverständlich zu sein scheint. Da stellt sich jemand mit seinem gottgegebenen Gesicht vor die Kamera und labert und labert. Erzählt er etwas über Kupplungen, dann hat er da höchstens drei Teile vor sich auf dem Tisch liegen und deutet von Zeit zu Zeit darauf hin.

Da war man bei den Kfz-Videos inzwischen schon weiter. Da wird bisweilen auch zu viel und hektisch demontiert, aber immerhin passiert etwas. Da man aber an E-Mobile ohnehin nur sehr beschränkt Hand anlegen darf, geschieht dort weitgehend nichts. Das könnte man auch in einem Podcast-Audio rüberbringen. Und immer wieder eine Art Standbild solch eines Autos von außen und innen bringt es auch nicht.

Es wird sogar noch schlimmer, denn inzwischen bilden die mit den eher geringeren Zugriffszahlen eine Art Community und empfehlen sich gegenseitig. Manche zitieren auch die Erfolgreicheren unter ihnen. Die wiederum 'verkaufen' inzwischen zusätzlich einen guten Teil Weltsicht, wovon sie allerdings deutlich weniger verstehen als von ihren Autos.

Inzwischen greift sogar eine gewisse Verschwendung Platz, die ja bekanntlich im normalen Leben durch Neid ein wenig gebremst wird. Dann wird nach Model S und Model X jetzt das Model 3 bestellt. Wohlgemerkt, das Model S gibt es erst seit 2012. Das wären dann 3 Luxuskarossen in höchstens sechs Jahren, deren Wertminderung trotz ihrer Beliebtheit nicht zu verachten ist.

So, und jetzt verstehen Sie vielleicht, warum sich so jemand nicht vor seine eigene Kamera stellen und beklagen kann, dass sein Tesla die Versprechungen der Firma nicht einhält. Es würde Kommentare hageln nach dem Motto: 'Und für so etwas hast Du auch noch soundso viel Tausend Euro bezahlt.' Man würde sich zum kompletten Deppen machen. Deshalb, Vorsicht bei Videos zum Thema: E-Mobiltät.







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