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PlugIn mit Zukunft?



Lassen Sie sich einmal von einer steilen These verblüffen, die im Moment absolut nicht gesellschaftsfähig scheint: Der PlugIn-Hybrid könnte länger überleben, als es uns im Moment geboten erscheint. Er müsste sich nur schon bald verändern. Gewisse, noch schwer erkennbare Anzeichen dafür sind vorhanden.

Welche Anzeichen sind das? Der Gesetzgeber plant die Förderung eventuell an noch längere elektrische Reichweiten zu knüpfen. Es gibt auch schon zumindest ein chinesisches Auto, das die Forderung übererfüllt. Es ist der Coffee 01 von Wey aus dem Konzern Great Wall Motors. Leider ist es ein SUV, aber als PlugIn mit immerhin 41,6 kWh.

Auch hat der Wagen Frontantrieb, was wir sehr begrüßen. Wäre er kleiner, leichter und windschnittiger, er könnte schon den Grundstein für unser Projekt bilden. Natürlich wäre eine noch größere Batterie nicht zu verachten. Wo wir hinwollen? Ganz einfach zu einem batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeug, das zufällig noch einen Verbrennungsmotor an Bord hat.

Irgendwo habe ich gelesen, Toyota hätte die Patente für den Hybridantrieb freigegeben.

Nein, keinen Vierzylinder mit Turbolader. Viel zu groß und damit auch zu schwer. Wir denken, dass so etwas mit 100 kg Mehrgewicht abzuhandeln wäre. Vom Toyota Prius nehmen wir die Drehmomentwaage, also keine verschleißanfällige Kupplung. Der Motor sollte auch nur in der Lage sein, unser Fahrzeug auf etwas über 100 km/h Autobahngeschwindigkeit zu bringen und dabei den Lkws zu entgehen.

Wer nicht genau hinschaut, bemerkt den Verbrenner im Antriebsstrang noch nicht einmal. Das könnte auch - die Idee stammt von Mazda - ein Kreiskolbenmotor sein. Nein, besonders sparsam ist der vielleicht nicht, obwohl er ja grundsätzlich mit ein und derselben Drehzahl laufen soll. Nein, kein serieller Hybrid. Er läuft im rein elektrischen Betrieb mit oder bleibt durch einen Freilauf stehen. Man könnte ihn also auf so etwas wie die Drehzahl des höchsten Drehmoments bzw. die Nenndrehzahl optimieren.

Ist er in der Mitte zwischen E-Motor und Planetengetriebe angeordnet, dann könnte dessen Antrieb durch die Exzenterwelle hindurchgeführt werden. Umgekehrt wäre das noch viel leichter. Noch einfacher wäre es mit einem Einzylinder. Sie glauben gar nicht, wie wenig kW (PS) für so eine Autobahngeschwindigkeit nötig sind. Ein wenig hätte dies natürlich Ähnlichkeit mit einem Notlauf, aber das wäre gewollt. Nein weder Turbolader noch besondere Abgasentgiftung wäre nötig, ein Mini-G-Kat würde reichen.

Eine besondere Regelung des E-Motors kann auch einem Einzylinder Manieren beibringen.

Viel kann man auch über die Rohemissionen regeln. Aber stellen Sie sich vor, Sie fahren batterieelektrisch mit einem vollem kleinen Tank. Ladestationen verlieren ihren Schrecken, denn wenn die Navigation dereinst noch besser wird, erfahren Sie noch auf der Autobahn, dass dort ein Stau herrscht. So können Sie sich in Ruhe eine andere Station suchen. Und was noch besser ist, Ihre elektrische Reichweite wächst, denn Sie können viel näher an den absoluten Nullpunkt heranfahren.

Gerade Fahrer/innen von E-Autos, die das Auto im Sommer gekauft haben, können oftmals nicht abschätzen, wie stark die Reichweite bei winterlichen Temperaturen abnimmt. Glauben Sie nicht, dass so ein Fahrzeug Chancen auf dem Markt hätte, auch wenn die Förderprämie dereinst langsam gegen Null gefahren wird? Genuss ohne Reue, denn man hat es ja in der Hand, wie oft und wie lange man im Notlauf fahren muss.

Und kommen Sie mir ja nicht mit dem Gewichtsnachteil. Ein Fahrzeug mit zwei kompletten Antrieben vorn und hinten dürfte mit Sicherheit schwerer sein. Und kein Hahn kräht nach der Verschwendung. Man sollte sich in diesen Kreisen endlich einmal darüber klar werden, ob man nun das maximal Mögliche für den Klimaschutz tun will oder seinen völlig sinnlosen Beschleunigungsorgien frönen, von dem dabei entstehenden Feinstaub erst gar nicht zu reden.

Sie glauben, so ein Auto würde die nächsten Euro-Normen schaffen? Immerhin gibt es hier Grenzwerte für NOX und CO2. Es dürfte doch leicht sein zu ermitteln, welchen Schadstoffausstoß der kleine Motor hat und seine Laufleistung entsprechend der Kilometerzahl des Autos zu begrenzen. Dann gibt man Warnungen ähnlich bei einem fast leeren AdBlue-Tank und irgendwann ist Schluss, bis der Wagen wieder mehr elektrische Kilometer hat.







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