Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z




Formeln
Alle Tests
Kfz-Jobs
Motorölfinder



Liebhaber - EAuto (2)



Hier weiß man eben, es ist Werbung des Herstellers.

Lieber Fahrer/innen von E-Autos,

Auch in diesem Kapitel kann es passieren, dass wir Ihnen Argumente servieren, die Sie schon einmal von uns gehört haben, aber halten Sie bitte durch, denn Sie können gewiss sein, wir ziehen diesmal andere Schlüsse daraus. Jetzt haben wir im letzten Kapitel eine ganze Menge Kritik geäußert und das wird so weiter gehen, aber der Unterschied ist, dass wir diesmal eine zumindest teilweise kleine Lösungen anbieten werden.

Das geht natürlich nicht für diese Art Autotests, die wir zurzeit erleben. Sie werden sagen, was kann daran denn verkehrt sein, zwei Fahrzeuge gegeneinander antreten zu lassen? Na z.B., dass sie nicht zueinander passen. Das ist wieder einmal der Wahnsinn, dass Tester oder deren Zeitschriften auf Fahrzeuge zurückgreifen müssen. Sie müssen schließlich jeweils nehmen, was angeboten wird.

Wir können uns einfach nicht vorstellen, dass die Stiftung Warentest jedes der getesteten Geräte vom Hersteller geschenkt oder auch nur bei freier Wahl umsonst geliehen bekommt. Viel besser wäre es, die Redakteure/innen würden die Fahrzeuge selbst bestimmen und dann bei einem Mietservice oder mehreren für einen bestimmten Tag bestellen. Dann würde der Wirrwarr mit den völlig aus dem Ruder laufenden Tests wohl aufhören.

Jetzt könnte man einwenden, darauf im Bewertungssystem Rücksicht nehmen zu können, womit ein weiterer Punkt angesprochen würde. Hierzu ein Beispiel: Da wird ein VW ID.3 mit einem Mercedes EQA 250 verglichen. Dabei gibt es für die Karosserie 150 Punkte, von denen der ID.3 satte 31 Punkte einbüßt, allerdings nicht in den Punkten Raumangebot, Kofferraum und Zuladung, wo absolute Gleichheit herrscht, übrigens bemerkenswert für immerhin 20 cm weniger Länge.

Reichweite, bei einem E-Auto nicht so wichtig?

Da fand ein komplettes Gremium wohl die Innenausstattung des Mercedes um satte 31 Punkte besser? Weiter unten gibt es für die Reichweite insgesamt nur 20 (!) Punkte, die dann auch noch gleich ist, obwohl der ID.3 hier 8,5 kWh weniger Batteriekapazität ausgleicht. Die kommt in der Bewertung überhaupt nicht erst vor. Auch hat man wohl nie erwogen, den ID.3 mit der großen Batterie zu nehmen, wodurch der Preis natürlich etwas höher als der des Mercedes gewesen wäre. Das hätte den VW aber nur ca. 2 Punkte gekostet.

Aber wenn Sie glauben, wir wären jetzt durch, müssen wir Sie leider enttäuschen. Im nächsten Heft tritt der gleiche EGA 250 plötzlich gegen den ID.4 an. Ja, ein Hyundai Kona ist noch dabei, aber als Ausländer hat er überhaupt nur eine Chance, wenn er gegen andere Ausländer antritt. Schade für das Auto, dass für 19,8 kWh Testverbrauch auf 100 km nur 15, der ID.4 für 24,5 kWh 12 und der EQ 250 für sagenhafte 28 kWh noch bemerkenswerte 10 Punkte erhält. Und wer hat diesmal gewonnen, natürlich der VW. Man will es sich mit VW nicht verderben.

Jetzt könnte man doch sagen, da schau ich mir lieber die Autotests bei youtube an. Recht so, wenn es nicht nur einer ist, bei deutschen Autos auch einmal eine/n erfrischende/n Briten/in oder Niederländer/in. Solange die nicht von sich behaupten, zu testen und/oder eine komplette Hilfe zur Wahl des nächsten Autos zu sein. Ist man nämlich nicht, denn was soll man denn mit einem Modell und vor allem nur einem Triebwerk anfangen?

Zugegeben, mit zunehmendem Anteil von E-Autos wird die Auswahl vielleicht dünner. Aber dann wird der sogenannte Fahrtest fragwürdiger. All diese Beurteilungen von Lenkverhalten und Komfort, wo es doch immer mehr Modelle gibt, wo diese Eigenschaften konfigurierbar sind. Zu Letzterem haben wir einen einzigen tauglichen Test gesehen, nämlich eine Bütt mit Wasser, festgeschnallt auf dem Dach und während der Fahrt gefilmt. Aber das war ein Vergleichstest, bei dem man wirklich die Unterschiede auf immer der gleichen Strecke gut sehen konnte.

Übrigens dürfen es sich auch die youtuber nicht mit dem jeweiligen Hersteller verderben, sonst kriegen sie keine Fahrkosten und Autos mehr. Auch fehlen manchen erkennbar die technischen Grundlagen. Neulich versuchte einer von ihnen die Fans über die Trommelbremsen hinten am schnellsten Cupra Born dadurch zu beruhigen, dass er behauptete, die würden demnächst auch vorne kommen. Wir haben ein Buch über die hydraulische Bremse und wenn er nett anfragt, schenken wir es ihm sogar.

Was wäre das schön, wenn Aufdruck und Inhalt wieder ein wenig näher zueinander finden würden. Wenn vor einer nur gesponserter Sitzprobe in Spanien man sich nicht anhören müsste, man sei die 'ausführlichste Video-Kaufberatung im deutschsprachigen Raum'. Oder beim Durchblättern einer sogenannten Fachzeitschrift nicht andauernd den Hinweis fände, wie objektiv man doch sei, obwohl doch beinahe jeder weiß, wie sehr gesponsert man doch von Herstellern ist, was besonders deutlich wird, wenn einer wie Tesla diese Gewohnheit durchbricht und dann das Geschrei losbricht.

Wir hatten das schon erwähnt, aber hinzuzufügen ist, dass den youtubern das Siegel 'Dauerwerbesendung' auferlegt wird, entsprechenden Zeitschriften aber nicht Und da ist noch ein zum Großsprech gewordener Chef von Baden-Württemberg. Einst werde Tesla nur noch die Rücklichter der Wirtschaft seines Landes sehen. Wir fanden noch nie die in der Politik so häufig ausgerufenen Ziele gut, dieses hier sogar ohne Datum. Manche halten solche ja für unverzichtbar. Wir wären mehr für konkrete Maßnahmen.

So könnte er sich zu EnBW chauffieren lassen und dort Rechenschaft über die staatlichen Subventionen verlangen. Denn man hat inzwischen das bisher geltende, recht übersichtliche Tarifmodell verlassen und zusätzlich noch die Preise erhöht. Es sollen schon die ersten Käufer/innen von deutschen E-Autos ihre Verträge bei deutschen Herstellern gekündigt und bei Tesla angeheuert haben. Da wird gerade die derzeitige Reihenfolge eher zementiert.

Könnte sein, dass aber ein Dritter beiden die Rücklichter zeigt. Schauen Sie sich nur das Video auf der Startseite an. Während Musk gerade die Sensorik reduziert, ohne glaubhafte Fortschritte zeigen zu können, hat mobileye schon 15 Mio. Fahrzeuge mit der eigenen Sensortechnik auf der Straße, wo vermutlich auch gescannt wird, was die Datenverbindung hergibt. Eigenartigerweise finden wir nicht Daimler unter den Kunden, wohl aber BMW. Kann es sein, dass sich die Bayern wieder einmal als cleverer ohne dicke Überschriften erweisen?







Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller