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  eDrive - Laden 6



Das ist jetzt die Zusammenfassung mehrerer Ladekurven verschiedener Tesla-Modelle. Wichtig zu betonen ist, dass sie aus Amerika stammt, wo vermutlich die Versorgung mit Ladestationen noch etwas stärker ist. In Europa soll es z.B. die Restriktion geben, dass je zwei Ladesäulen zu 145 kW zusammengefasst sind. Über das Gesamtmanagement von Ladestationen und die eventuellen Einschnitte bei mehr beteiligten Fahrzeugen haben wir schon berichtet.

Hier geht es im Prinzip um ein einziges Fahrzeug, das 90 Minuten lang an an einem Tesla Supercharger hängt. Sie sehen oben den Energiefluss und unten den Zuwachs an Energie pro Zeiteinheit. Es braucht ein wenig, bis das Prozedere in die Gänge kommt. Dann betrachten wir die ersten 5 Minuten der reinen Ladezeit.

Die Ladeleistung steigt in der Zeit von etwa 55 bis 110 kW, macht im Durchschnitt 82,5 kW. 5 Minuten sind der 20ste Teil einer Stunde, also sind über 4,1 kWh angekommen. Von 5 bis 24 Minuten sinkt die Ladeleistung auf 105 kW. Die durchschnittlichen 107,5 kW ergeben mal 19 durch 60 für die Zeit 34 kWh. Das macht jetzt etwas über 38 kWh Kapazität in der Batterie.

Von 24 bis 90 Minuten sinkt die Ladeleistung von 105 auf 5 kW. Rein rechnerisch wären das 50 kW in 66 Minuten, also 45 kWh. Sie sehen, dass die gut 83 kWh nicht ganz erreicht werden, natürlich weil hier keine gerade, sondern eine leicht nach unten durchgebogene Kurve vorliegt. Es ist eben insgesamt etwas weniger Ladeleistung gewesen.

Insgesamt passen also die beiden Kurven zueinander. Übrigens sind beide von der Fahrzeug-Elektronik aufgenommen worden, können also nicht den von der Ladesäule abgegebenen Strom berücksichtigen. Evtl. Verluste bleiben hier schön außen vor.

Laden geschieht also keineswegs konstant über die Zeit. Dabei bildet es beim Elektroauto einen wichtigen Teil der Fahrzeit. In diesem Beispiel hätte man anscheinend am besten nach 24 Minuten aufgehört, sich mit 34 kWh begnügt. Aber vermutlich kann einem kein Computerprogramm der Welt die beste Strategie zwischen Lade- und Fahrzeit bzw. Geschwindigkeit berechnen.

Mit dem E-Auto verhält es sich anders als mit dem Verbrenner. Letzerer gewinnt die Langstrecke durch einen leistungsfähigen Motor und eine windschnittige Karosserie. Bisherige Weltrekordversuche mit E-Autos haben gezeigt, dass nicht das stärkste Modell mit 100 kWh und 250 km/h Höchstgeschwindigkeit, sondern eher das Model 3 mit 'nur' 75 kWh und 233 km/h gewinnt.

Im Moment (2018) liegt man bei gut 2.600 km in 24 Std, wohl fast nur auf deutschen Autobahnen möglich, weil teilweise ohne Geschwindigkeitsbeschränkung. Einsame Sieger sind die Teslas, weil bei ihnen die Kombination aus Leistungsfähigkeit, Ladevermögen und Ladegeschwindigkeit zurzeit unerreicht ist. Typisch amerikanisch hierbei, dass der relativ höhere Verbrauch kompensiert werden konnte.

Man ist auf einem guten Weg. Nein, ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor darf man nicht zum Maßstab nehmen, denn einen Schnitt von 110 km/h mit drei Leuten über 24 Std. schafft wohl jeder neue Pkw aus dieser Gruppe. Etwas Freiheit werden wir einbüßen, der Umwelt zuliebe. Schade ist nur, dass man glaubt, den potentiellen Käufern/innen gegenüber die Nachteile nicht eingestehen zu müssen. Dabei wissen doch die Leute genau, was läuft.







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