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  eDrive - Laden 5



Sie müssen jetzt stark sein und diesen Anblick einer Tankstelle ertragen. Um es Ihnen zu erleichtern, wird hier eine amerikanische gezeigt. Nötig ist sie, weil wir im Folgenden den Ladevorgang mit dem Tankvorgang vergleichen wollen. Keine Angst, dass Tanken schneller geht als Laden, das ist jetzt nicht mehr erwähnenswert.

Wir vergleichen wieder einmal E-Autos mit solchen von Verbrennungsmotoren getriebenen. Zunächst der Verbrauch, der bei fast allen ersteren zwischen 12 und 36 kWh pro 100 km liegen dürfte. Die Verbrenner-Fraktion braucht gar nicht zu jubilieren, denn hier nehmen wir sogar 3 bis 30 Liter auf 100 km an. Ein Bugatti kommt bei 400 km/h sogar auf 100 Liter pro 100 km. Theoretisch würde eine Tankfüllung nur für 12 Minuten reichen.

Natürlich profitiert das E-Auto bei dieser Betrachtung von seiner meist eingeschränkten Höchstgeschwindigkeit und Zahlen vom Verbrauch eines Tesla P 100 D bei 250 km/h liegen nicht vor. Warum werden die Zahlen hier erwähnt? Weil sie zeigen sollen, wie grotesk es ist, beim Laden die dazugewonnene Reichweite anzuzeigen.

Stellen Sie sich vor, beim Tanken würde Ihnen nicht die Literzahl, sondern die Reichweite mit der bisher getankten Menge angezeigt. Dazu müssten der/die Fahrer/in und das Auto gescannt werden. Und trotzdem wären die Zahlen höchst ungenau, praktisch nicht bestimmbar. Bei Tesla nutzt man das, um eine relativ hohe Reichweite anzugeben, in der Praxis kaum erreichbar, im Winter gar nicht.


Aber warum macht man das? Ganz einfach um die hinzugefügten kWh zu verschleiern. So werden dann auch nur höchst selten die relativ hohen Verbräuche der Fahrzeuge evident. Aber merkt man das denn nicht beim Bezahlen? Nein, denn es werden nicht wirklich die gelieferten kWh bezahlt. Ionic verlangt 8 Euro pro Ladevorgang, kostenloses Laden wird sich mit zunehmender Dichte von E-Autos nicht halten können.

Bei Tesla zahlt man z.B. 17 Cent pro Minute bei bis zu 60 kWh Ladekapazität, darüber 34. Man kann sich die 60 kWh auch mit einem anderen Tesla teilen. 5 Minuten hat man zum Freigeben des Ladeplatzes. Danach kostet es 40 Cent pro Minute bei bis zu 50 Prozent belegter Ladestation und 80 Cent darüber. So und jetzt denken sie das einmal um auf eine herkömmliche Tankstelle, dann wissen Sie warum die ganz oben dargestellt ist.

Also wenn Sie schnell den Tank bis zu Zweidritteln füllen, zahlen Sie eine wirklich niedrige Grundgebühr pro Zeiteinheit. Füllen Sie den Tank voll, zahlen Sie das Doppelte. Danach bleibt Ihnen eine bestimmte Zeit, die Tanksäule zu verlassen, sonst zahlen sie noch mehr als das Doppelte pro Zeiteinheit.

Warum kreiert man so ein kompliziertes Modell? Zum ersten natürlich will man erreichen, dass niemand eine Ladesäule blockiert ohne zu laden, was äußerst verständlich ist. Aber warum belässt man es nicht bei der Strafsteuer, sondern rechnet Laden nach der Benutzungsdauer und nicht nach der übertragenen Zahl der kWh ab?

Ganz einfache Antwort: Man will offensichtlich vermeiden, dass der/die Kunde/Kundin erfährt, wie viele kWh wirklich geladen wurden. Dann könnte er/sie nämlich:
1. den wahren Verbrauch des Fahrzeugs leicht ermitteln,
2. den Unterschied zwischen geladenen und gespeicherten kWh sehen.

Unterschätzen Sie letzteres nicht. Man spricht von ca. 10 Prozent, muss aber z.B. im Winter beim Laden die Batterien erwärmen. Außerdem verbraucht ein E-Auto auch sonstigen Strom, wenn es steht.

All das verbergen die Hersteller von E-Autos gerne vor uns potentiellen Käufern, genauso wie manch schlechte Infrastruktur beim Laden in privaten Haushalten. Ist ja auch paradox, so als wenn man beim Tanken alle neun Liter einen auf den Boden fließen lassen würde. Beide oben genannten Punkte, wie die Information über das Ladeverhalten zu Hause, wären aber gute Gradmesser, um beim Kauf eines solchen vergleichen zu können.







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