Jetzt schon? (2)

Nein, eine 'Anlage' ist das noch nicht, es handelt sich vielmehr um das wichtigste und mit Abstand größte Gerät. Immerhin müssen wir uns um die Funktion keine Sorgen machen, weil der Vorbesitzer von nur
wenigen Monaten Funktion ohne Probleme berichtet.
Auch der Grund für den so frühzeitigen Verkauf wird plausibel dargestellt. Anscheinend hat die Anlage nicht die für das Gebäude erforderliche Leistung erbracht. Da sieht man einmal den Verlust, wenn man
beim Kauf falsch beraten wird.
Und warum sind wir so sicher, dass uns nicht das Gleiche passiert? Ganz einfach, wir waren schon auf der Suche nach 7-kW-Wärmepumpen, bevor wir auf dieses Angebot stießen. Und wir vermuten, es hat
an der Versorgung mit Warmwasser gelegen.
Es können natürlich auch an die Ansprüche an die Raumtemperatur oder die Ausstattung mit Heizkörpern gewesen sein. Wir jedenfalls glauben, dass wir mit den 8 kW der Samsung-Anlage hinkommen.
Übrigens so viel hat unsere derzeitige Gasheizung, 24 kW. Die Nennleistung sagt bisweilen wenig aus.
Nein erklären Sie uns bitte nicht für verrückt. Denn z.B. ist das Überdimensionieren bei einer Gasheizung längst nicht so schlimm für den Verbrauch wie für eine Wärmepumpe. Und wir planen auch fürs Erste
eine ganz andere Auslegung.
Dort, wo die Wärmepumpe ihren Standort findet, ist nämlich um zwei Ecken das Wohnzimmer, von der Gasheizung her gesehen das Ende der Leitungen. Natürlich muss die Hauptleitung dorthin jetzt stärker
dimensioniert werden, von 15 auf 22 mm.
Aber das Wohnzimmer wird immer geheizt, wenn die Heizung eingeschaltet ist, also sind die zu heizenden Zimmer dann in der richtigen Reihenfolge. Die neuen Rohre müssen im Bereich des Wohnzimmers
noch nicht einmal extra isoliert werden. Wir ersetzen einfach 15 durch 22 mm.
Was für ein Glück, unsere Leitungen liegen z.B. im Wohnzimmer durch Blech abgedeckt am Rand unterhalb der Fußleiste neben dem Estrich. Etwas erweitern und dann die Rohre austauschen, dürfte aller
Voraussicht nach kein Problem sein.
Nein einen möglichen Betrieb beider Anlagen haben wir nach langen Überlegungen verworfen. Wir werden umsteigen mit vollem Risiko, also dann auch aus dem Vertrag mit der Auslieferung von Gas in einem
Zug aussteigen und ab dann über 200 € im Jahr sparen.
Jedes zweite Jahr kommen auch noch die Gebühren für den Schornsteinfeger hinzu. Daraus ergibt sich der Betrag, den die Mono-Wärmepumpe bei einem sehr strengen Winter mehr verbrauchen darf. Tut sie
das wird die Anlage baldmöglichst erweitert.
Dann erhält das Wohnzimmer nämlich zusätzlich eine kleine, vielleicht 2,5 kW leistende Split-Anlage, die wir dann wegen R 290 (Propan) als Kältemittel ohne Zertifizierung (Kälteschein) selbst montieren
dürfen. Die hätte dann auch für den Sommer eine wirksame Kühlfunktion.
Bisher ist die Planung so, dass die Gasheizung am System hängenbleibt, auch wenn sie abgemeldet ist. Es besteht vielleicht sogar die Möglichkeit, deren elektronisch geregelte Pumpe weiterhin zu
benutzen. Jedenfalls wollen wir den Aufwand für die Umstellung so gering wie möglich halten.
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