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  Verbrennungsmotor - Zweizylinder 3




Hier noch einmal ein Blick auf den Zweizylinder-Boxermotor. Gewiss, er ist sehr aufwendig in der Bauart. Es kann ihn praktisch nur noch mit obenliegenden Nockenwellen geben, dann sind auch noch zwei Antriebe für diese nötig, ganz abgesehen von den beiden Zylinderköpfen. Ein Mittellager der Kurbelwelle ist möglich, wird aber häufig weggelassen, was auch die Verdrehkräfte um die Hochachse mildert.

Denn der Boxermotor ist ansonsten praktisch frei von Massenkräften und hat trotzdem als Viertakter eine gleichmäßige Verteilung der Arbeitstakte. Allerdings gilt nur als Boxermotor, bei dem jedes Pleuel seinen eigenen Kurbelzapfen hat und die Kolben unterschiedliche Bewegungen ausführen. Der Schwerpunkt ist unerreicht tief, wenn auch die Zylinderköpfe die Seitenneigung einschränken. Dafür haben sie besonders viel Kühlluft.


Gekühlt werden die Zylinder beim Zweizylinder-Reihenmotor sicher nicht so gut, aber er kann mit dem Boxermotor bei den übrigen Vorteilen noch ganz gut mithalten, sofern es sich um einen Zweitakter handelt. Als solcher hat er im Zweirad unendlich viel Verwendung gefunden, wenn auch nur etwas mehr Leistung als vom entsprechenden Einzylinder gefordert wurde.


Das ist zwar schon der wassergekühlte Zweizylinder-Zweitakter eines Autos, nämlich des DKW F1 von 1931, aber eigentlich waren die Motorräder von DKW vor dem Zweiten Weltkrieg die meistgebauten der Welt. Allerdings galten die Zweizylinder, wie die Super Sport 600 schon als ausgesprochene Oberklasse.


Ja und das ist der aus dem Nachlass von DKW entstandene Trabant, allerdings mit Gebläsekühlung. Jetzt sind wir schon in der Nachkriegszeit und aus der daraus folgenden wirtschaftlichen Not wird auch der Zweizylinder-Viertakter wieder interessant. Der Fiat 500 Nuovo ist da genau richtig und sein etwas rappeliger Motor stört angesichts der geringen Kosten wenig. Übrigens hat der Vorgänger 500 Topolino vier Zylinder.


Unten sehen Sie den luftgekühlten Reihen-Zweizylinder. Er hat anfangs 11 kW (13,5 PS) und der Wagen schafft damit immerhin 85 km/h. Der Motor hat auch noch Jahrzehnte den Fiat 126 angetrieben. Im 500 Giardiniera wird er sogar liegend eingebaut, um hinten mehr Laderaum zu schaffen. Bei Steyr-Daimler-Puch hat der Wagen sogar einen Boxermotor.


Die Anzahl der Motorradhersteller von auch Parallel-Twin genannten Zweizylinder-Viertaktern ist lang. Yamaha, Honda, NSU, BMW (Rotax) sind hier nur einige Beispiele. Unten sehen Sie das jüngste als Ergebnis von konsequentem Downsizing hier kombiniert mit der unbedingt nötigen Ausgleichswelle, was man von den z.T. hydraulisch betätigten Ventilen nicht unbedingt sagen kann.








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