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Kleine Fahrschule



Jawohl, wir trauen uns, auch den altgedienten Fahrern/innen unter Ihnen Tipps zum Autofahren zu geben. Auf das Diagramm oben, kommen wir später. Zunächst geht es um das Verhalten beim Überholen. Wissen Sie, warum ich Drängler hinter mir auf der Autobahn eigentlich mag? Ganz einfach, ich bin mir relativ sicher, dass ich sie bald wieder los bin.

Also nach rechts, sobald das unter ungefährer Beibehaltung meiner Geschwindigkeit möglich ist. Viel unangenehmer sind mir Zeitgenossen/innen, die minutenlang oder sogar länger genau in dem Winkel links schräg hinter mir sind, so dass ein ungefährliches Ausscheren zum Überholen nicht möglich ist. Überhaupt sind mir Leute suspekt, die vom Autofahren offensichtlich zu stark abgelenkt sind.

Ich habe das folgende Beispiel aus dem Buch über Ernst Fiala. Der wundert sich über das Verhalten mancher Zeitgenossen auf der Landstraße. Da schließt jemand von hinten auf und man ahnt, der will überholen. Allein durch das Herannahen ist doch erwiesen, dass der schneller unterwegs sein will als man selbst. Warum also erleichtert man ihm nicht den Überholvorgang, sondern gefährdet beide z.B. durch auch nur leichtes Gasgeben?

'Man soll bergauf im gleichen Gang fahren wie bergab' lautet eine alte Regel. Eigentlich will die aber nur darauf hinweisen, dass man bergab bitteschön die Motorbremse nutzen soll, also den Gang wählen, bei dem man möglichst wenig die Bremse benutzen muss. Allerdings sollte der Motor dabei seiner Grenzdrehzahl zu nahe kommen, muss man ihm doch mit der Bremse ein wenig zur Hilfe kommen.

Da gibt es Zeitgenossen/innen, die überholt man auf der Autobahn immer wieder, obwohl man mit Tempomat unterwegs ist. Man selbst kann an diesen Umständen wenig ändern, ohne vielleicht wesentlich langsamer zu fahren. Aber vielleicht sollten diese irgendwann auch die relativ aufwendigen und eher sinnlosen Überholvorgänge realisieren und entweder etwas gleichmäßiger unterwegs sein oder hinter diesem einen Wagen bleiben, weil es bisher eh' keinen Sinn gemacht hat.

Wie gesagt, ich mag Menschen, die wissen, was sie wollen, wenn das nicht gerade mit zu kurzen Abständen bzw. Luchthupe vorgetragen wird. Sie sollen fahren, während ich oft nur so lange etwas schneller fahre, bis ich eine sogenannte Insel der Seligen gefunden habe. Das sind bei nicht allzu viel Verkehr Bereiche mit größeren Lücken. Da bleibe ich dann möglichst so lange, bis sich die Situation wieder ändert.

Auch die sogenannten Bremser sind mir ein Greuel. Die müssten für jedes, auch das kleinste Bremsen, in den Allerwertesten gekniffen werden. War das Bremsen nötig, werden sie es als nicht weiter schlimm bewerten, im anderen Fall soll es ihnen geradezu unangenehm sein. Z.B. am unmittelbaren Beginn einer Baustelle. Schon längst angekündigt, weiß man doch, was einen erwartet. Da könnte man sich noch früh genug drauf einstellen.

Jede Beschleunigung kostet extra.

Doch damit nicht genug. Manche treten noch einmal aufs Gas, um dann bei der nächsten Ausfahrt so richtig in die Eisen gehen zu können. Dabei müssten sie diese Ausfahrt aus dem FF kennen. Immerhin wirkt sich deren Verhalten in der Regel nicht auf den rückwärtigen Verkehr aus. Vermutlich erwächst ab einem bestimmten Verkehrsaufkommen aus beinahe jedem kleinen Bremser ein ausgewachsener Stau, den natürlich der/die Bremser/in nicht mehr erlebt.

Auch das schon bekannte Diagramm lässt sich fahrschulmäßig nutzen. Oben wird in y-Richtung das Drehmoment abgebildet. Hinzugekommen sind die Leistungskurven. Dass deren Werte in etwa stimmen, können Sie z.B. an dem Punkt 120 Nm auf der y-Achse und etwa 1200/min auf der x-Achse mit der Formel P=M*n/9550 nachrechnen. Es müssten die 15 kW herauskommen. Oder Sie nehmen 30 Nm bei 6000/min und kommen auf 18 kW, was so in etwa stimmt.


Und jetzt kommt ein wichtiger Punkt hinzu, nämlich die Gaspedalstellung, die natürlich maximal sein muss, wenn man an der Drehmomentkurve entlang fahren will. Alles, was sich unterhalb dieser Drehmomentlinie abspielt, kann nicht Vollgas sein. Jetzt nehmen wir der Einfachheit halber einmal drei verschiedene Gänge an, wenn z.B. 25 kW nötig sein sollten, also 4000/min im dritten, 3000/min im vierten und 2000/min im fünften Gang, um leichter rechnen und zeichnen zu können.

Viel Gas, in diesem Fall gut fürs Spritsparen . . .

Links können Sie ablesen, wie viel Gas Sie ungefähr geben müssen. Da sind im dritten Gang nur 40 Prozent Drehmoment erforderlich, weil der viel besser zieht. Im vierten steigt das auf über 50 und im fünften auf 80 Prozent. Wichtig sind aber die Muschelkurven. Dort landet man im dritten Gang auf etwa 330 g/kWh, im vierten auf 305 und im fünften auf 270 g/kwh. Nehmen Sie 30 g/kwh Differenz zwischen den einzelnen Gängen an, dann sind das bei 25 kW 750 g/h, sagen wir bei 80 km/h etwa 1 kg.

Das ist dann sogar mehr als ein Liter auf 100 km, ein Wert, der sich in der Praxis immer wieder zeigt. Für Gangsprünge bei den kleineren Gängen kommt etwas mehr, bei den größeren Gängen etwas weniger heraus. Es folgt daraus, dass man möglichst den höchst möglichen Gang nehmen soll, auch z.B. bergauf. Wenn der Motor das im fünften noch schafft, dann bitte, auch gerne mit Vollgas und bei knapp über Leerlaufdrehzahl. Zur Sicherheit auf die Kühlmitteltemperatur achten. Die könnte einen zwingen, herunter zu schalten.

Bliebe als Gegenargument, dass der tiefste Punkt des Muscheldiagramms doch bei 2.000 und nicht bei 1.000/min liegt. Ist richtig, aber dazu müsste Sie eine Bergstrecke finden, die dem Motor exakt im fünften Gang das dort mögliche höchste Drehmoment abverlangt. Aber wie schnell ist man bei 2000/min im fünften Gang? Verträgt das die Bergstrecke überhaupt? Das Minimum der Muschelkurve ist also eher von theoretischer Bedeutung.







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