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 Vergleich Golf-Käfer



Nein, der Käfer kann nicht mit dem Golf verglichen werden. Schon die unterschiedlichen Formen verweigern diesen Vergleich. Und der Golf hat auch keinesfalls mit einem günstiger werdenden Einstandspreis begonnen wie der Käfer. Und die Rostvorsorge des Käfers hat der Golf erst mit Generation 2 erreicht.

Das lag nicht nur an mangelndem Schutz der Bleche, sondern auch an der etwas windigen Bauart, die ihn gründlich von der des Käfers mit Trutzburg-Image unterschied. Andererseits bescherte sie dem Golf Fahrleistungen, von denen der Käfer Zeit seines Lebens geträumt haben mag, selbst bei ausgewiesen gleicher Motorleistung.


Der Golf war bei Weitem nicht so ein Platzverschwender wie der Käfer. Obwohl 38 cm kürzer, war in ihm mehr unterzubringen. Auch hatte man in ihm nicht, wie außer im 1302 und 1303, immer die Windschutzscheibe unmittelbar vor der Nase. Und die unsägliche Pendelachse dieser Modelle ist ihm erspart geblieben.

Freilich in die Herzen der Amerikaner hat er sich nicht schleichen können, wie weiland der Käfer. Obwohl auch er seinen Besitzer/innen keinen bestimmten Status verlieh, sondern sich praktisch Jeder mit ihm sehen lassen konnte. Und besondere Preisnachlässe waren bei den ersten Golfs wegen größerer Nachfrage als Angebot auch nicht nötig.


Was die Karosserie nicht vermochte, die Mechanik hat in etwa das Versprechen von Beständigkeit halten können. Auch an der Einfachheit der Bedienung wurden keine Abstriche gemacht. Es gab sogar Exemplare mit nur der Tachoeinheit. Und in der Rundumsicht kam wiederum die Überlegenheit des Golfs gegenüber dem Käfer zum Ausdruck.

Nein, die Zahl der wirklich humorvollen Werbefilme sank stark, obwohl ganz wenige Highlights dabei sind. Und das Erkennen an der Silhouette hat der Golf versucht, durch seinen eckigen Charakter und über Generationen hinweg durch die Besonderheit einer breiten C-Säule zu wahren. Es ging uns auch schon zu gut, als das wir den Golf wie den Käfer als Beitrag zum Wirtschaftswunder hätten feiern können.


Und die Botschaft der Autos 'Made in Germany' hatten schon längst Mercedes, BMW und natürlich der Käfer selbst in die Welt hinausgetragen. Und 'Good Old Germany' hatten die Amerikaner längst auch anderswo kennengelernt, z.B. durch Schnitzel in bayrisch angehauchten Restaurants. Nein, den Geruch eines neuen Käfers hat der Golf nie erreicht.

Vermutlich musste man sich genügend abgerackert haben, um ihn sich leisten zu können, kein Problem darin sehen, im Winter mit Mantel und Handschuhen hinter dem Lenkrad zu sitzen. Immerhin konnte man im Käfer noch den Hut auf dem Kopf behalten. Auch machte es so ausstaffiert nicht viel aus, wegen ein- oder aussteigender Fondpassagiere den Platz hinter dem Lenkrad kurzfristig freimachen zu müssen.


Vermisst hat man vielleicht später in weiteren Generationen Golf das innerhalb der Familie engere Miteinander. Dafür wurde aber in der Regel nicht mehr geraucht und die Durchlüftung war wesentlich besser. Nein, das Dreiecksfenster musste auch nicht mehr geöffnet werden, um die Tür schließen zu können. Vielleicht ist es ja auch deshalb verschwunden.

Auch haben vermutlich weniger Fahrschüler/innen auf einem VW das Fahren gelernt als mit dem Käfer. Irgendwie war ja auch eine gut eingestellte Handbremse der heutigen für die Scheibenbremsen überlegen, so dass Vorübungen zur Einsparung von Fahrstunden viel häufiger vorkamen. Über Servolenkung und Bremskraftverstärker hätte sich ein Käfer eher lustig gemacht.


Es muss diese Underdog-Mischung gewesen sein. So ganz logisch scheinen amerikanische Autofahrer/innen ohnehin nicht zu sein. Denn zu der Hauptzeit ihrer Zuneigung zum Käfer gab es im Prinzip keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Die kam erst danach und heute ist die Zahl der dorthin exportierten oder dort gebauten deutschen Autos unglaublich viel schneller geworden.

Nur in einem Punkt kann der Käfer bei weitem nicht mithalten, in der Relation zwischen Verbrauch und Reisegeschwindigkeit. Die hat sich z.B. (auch bei einem sauberen) Diesel im Prinzip verdoppelt, unglaublich wenn man auch noch die Transportkapazität hinzunimmt. Früher war eben nicht alles besser, vielleicht aber doch gemütlicher.








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