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Kaefer 1303 - Test



Ja, einmal nicht die leistungsstärkere S-Version, sondern den 1303 ab Modelljahr 1973 mit 1,3L-Motor mit 32 kW (44 PS) bei einem Preis von DM 6.690,- DM 200,- günstiger als mit 1,6 Liter und 37 kW (50 PS). Dann ist da noch der auffällige gelb-schwarze Renner in limitierter Auflage für DM 7.650,- ab Anfang 1973.

Wie geht man damit um in einer Zeit, wo man den VW-Käfer schon längst zum alten Eisen zählt. Was sind letztlich die besonderen positiven und negativen Punkte bei den Bewertungen? Immerhin, lange hat er durchgehalten. Ob Ferdinand Porsche ihm so eine lange Lebensdauer zugetraut hätte?


Ja, er sieht aus wie mit Druckluft aufgeblasen. Das Letzte, was er bekam, war die nach außen gekrümmte Windschutzscheibe, den neuen amerikanischen Vorschriften von einem Mindestabstand zwischen Kopf und Scheibe geschuldet. Man könnte glauben, jetzt ist er bei der Innenraumgröße der Konkurrenz angepasst.

Und dennoch, er hat immer noch Trittbretter, völlig unüblich eigentlich schon zu seinem Beginn. Das macht den Innenraum schmal. Und auch mit der Länge geht er recht sorglos um, weil sich die Stoßstangen einfach nicht in die Karosserie integrieren lassen. Ergebnis: wenig Fußraum für die hinten Sitzenden.


Desgleichen mit den Fahrleistungen. Der VW-Käfer geht recht ungeniert auch mit dem Hubraum um, egal ob Sie die Version mit 1,3 Liter oder die mit 1,6 Liter nehmen. Die Konkurrenz ist bei den Literleistungen in kW/Liter längst auf und davon. Kein Wunder, dass sich der Verbrauch nicht senken lässt, zumal er sich auch noch mit Normalbenzin begnügt.

Da ist der Preisvorteil nicht adäquat zum höheren Verbrauch. Andere kommen spielend mit 1,5 L/100km weniger aus. Und natürlich sind die Fahrleistungen schon längst nicht mehr ausreichend. Ein Testbericht weist darauf hin, dass der 1300er mit 125 km/h noch nicht einmal die Autobahn-Richtgeschwindigkeit erreicht.


Um auch einmal Positives zu erwähnen, sollten wir über das Fahrwerk sprechen. Es hat seinen entscheidenden Kick mit der Einführung des 1302 1970 erhalten. Auf die Zeit bezogen könnte man es ein relativ komfortables Sportwagen-Fahrwerk nennen, völlig ohne Tücken, was für einen Heckmotor bemerkenswert ist.

Es ist halt recht aufwendig und zudem, was die Lenkung betrifft, auch noch platzsparend konstruiert. Man wundert sich, wie es in die Finanzierung passt. Hinzu kommen wahlweise noch die 175er Reifen, heute eher als schmalbrüstig verschrien, damals aber zwei Größen über normal.


Die Lenkung wird als präzise und direkt empfunden, genügend leichtgängig trotz natürlich noch fehlender Verstärkung. Relativ hohe Geschwindigkeit in Kurven traut man dem 1303 zu, etwas überraschend im Grenzbereich eher unter- als übersteuernd, was man eigentlich von dem hohen Gewicht hinten erwarten würde.

Als wenn man die Kundschaft auf den frontgetriebenen Nachfolger vorbereiten wollte. Im Gegensatz zu diesem steht der Hinterradantrieb, dessen Belastung mit größerer Steigung noch zunimmt, weswegen man sich im Winter nun wirklich kaum noch Sorgen machen muss, den größeren Raddurchmesser zusätzlich als Plus.


Als ausgesprochen störend wird nur die vordere Trommelbremse empfunden. Steht der Wagen bei Wind und Wetter draußen, so kann man wetten, dass die Bremse beim ersten Tritt schiefzieht. Da wäre die schon lange im Programm befindliche Scheibenbremse ein Gewinn. Hinten ist die Trommelbremse auch für die Handbremse goldrichtig.

Im Gegensatz zu dem Platz für Passagiere hat der für Gepäck durchaus zugelegt. Insgesamt betrachtet durchaus konkurrenzfähig, wäre da nicht die Zweiteilung und die z.T. schlechte Zugänglichkeit. Wetten kann man, warum sich der Käfer immer noch verkauft. Zwei Punkte: Verarbeitungsqualität und Service.









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