Suche

A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     X     Y     Z




Formeln
Alle Tests
 Buchladen 
Motorölfinder 



  VW - Bus/Transporter 5



Typ 2 T4 Diesel R4/R4/R5/R5, 1896/1896/2370/2370 cm3, 127/140/160/162 Nm 1700/2000/1900/1800/min, 44/50/55/57 kW (60/68/75/78 PS) 3700/min, 5-M/4-A, Doppelquerlenker, Schräglenker, Scheiben, vorn innenbelüftet, 4,71-5,11/2,92-3,32/1,84/1,94-2,43 m, 205/65 R 15/225/60 R 16/225/55 R 17, ab ca. 1.800 kg, ab 25.555 DM, ab 1990

Fast immer wird ein neu hinzukommendes Fahrzeug mit seinem Vorgänger verglichen. So ist das auch beim Erscheinen des T4. Immerhin sind T1 bis T3 über 6 Mio. mal verkauft worden. Allerdings ist der Vorgänger mit all seinen Variationen zum letzten Einzelgänger im Konzern geworden. Warum beim Neuling jetzt nicht die Spuren von gestern zurücklassen und die Integration bewerten?

Typ 2 T4 Benzin R4/R4/R5, 1781/1984/2461 cm3, 140/159/190 Nm 2200/min, 49/62/81 kW (67/84/110 PS) 4000/4300/4500/min, ab 1990

Da gibt es den Passat von 1988 als eventuelles Vorbild für den T4 von 1990. Klar, so eine Entwicklungszeit ist viel länger, man geht von einem Beginn 1984 aus. Aber warum sind die Chancen für den Quermotor vorn jetzt besser als bei der Geburt des T3? Da ist zum einen die stetig wachsende Konkurrenz, die den Heckmotor alt aussehen lässt. Außerdem sind jetzt sowohl beim Benziner als auch beim Diesel mehr als vier Zylinder möglich.


Man könnte also den T4 mit dem Passat vergleichen, wenn es sich nicht um einen Transporter mit ganz eigenen Anforderungen handeln würde. Der hat z.B. deutlich mehr Nutzlast. Auch fehlt ihm die komplett selbsttragende Karosserie. Wie denn auch, wenn er auch als Pritsche mit evtl. sogar kippbarem Kasten lieferbar ist. Woran man das erkennt? Natürlich ist das Chassis ausgefeilter als nur aus zwei Längsträgern bestehend. Immerhin ist ja auch ein niedriger Boden gefragt.

Am Fahrwerk wird es allerdings zu deutlich. Beim Passat wird die Einfederung der Vorderachse direkt in die Karosserie eingeleitet. Das ist beim T4 im Prinzip nur ein Fahrerhaus. Deshalb hat der weder McPherson-Federbeine noch Schraubenfedern, sondern die für Transporter und schwerere Fahrzeuge eher typischen doppelten Querlenker. Und die Federung besteht aus Drehstäben, die anfallende Kräfte nicht nach oben, sondern nach hinten in das Chassis einleiten. Auch die Hinterachse mit ihren einzelnen Schräglenkern und sehr kurzen Miniblockfedern tut das.


Immerhin sind die Motoren vergleichbar. Sie werden jetzt zentral gefertigt, was eigentlich günstiger sein müsste. Das gilt auch für die Getriebe, wobei man der Automatik nachsagt, sie hätte vor dem Einbau in den T4 besser verstärkt werden sollen. Die Antriebseinheit ist jetzt vor der Vorderachse quer angeordnet, was einen nach vorn erweiterten Vorderwagen nötig macht. Der T4 ist mindestens 14 cm länger als der T3. Die Anordnung kommt jedoch den Bemühungen um mehr Crashsicherheit und besserer Aerodynamik entgegen.

Typ 2 T4 Diesel R6, 2461 cm3, 195/250/295 Nm ab 1900/min, 65/75/111 kW (88/102/151 PS) 3600/3500/4000/min, ab 1995

Noch jemand profitiert davon. Die vorderen Plätze sind jetzt nicht mehr über, sondern hinter der Vorderachse positioniert. Man macht sich beim Einsteigen über evtl. verdreckte Radumrandungen nicht mehr die Kleidung schmutzig. Die Sitzhöhe kann variabler eingestellt werden und darunter ist neuerdings noch Platz. Drehbare Sitze waren zwar auch schon beim T3 möglich, aber jetzt können die Vordersitze besser an den niedrigeren Ladeboden angepasst werden. Immerhin knapp 4 cm soll das ausmachen.


Endlich kann der Radstand vergrößert werden, weil er nicht mehr hinten vor dem Motor enden muss, Außerdem gibt es jetzt deren zwei, wobei der größere im Kombi sogar 12 Sitze ermöglicht. Da die Sicherheitsgurte an den Sitzen befestigt werden, und auch die hinter den Vordersitzen drehbar sein können, sind sie allerdings auch schwerer geworden und für nicht an größere Gewichte gewöhnte Personen schwierig aus- und wieder einzubauen. Allerdings hat die Variabilität im Laderaum deutlich zugenommen.

Typ 2 T4 Benzin R5/R6/R6, 2461/2792/2792 cm3, 200/240/245 Nm ab 2200/3000/2500/min, 85/103/150 kW (115/140/204 PS) 4500/4500/6200/min, ab 2000

Wenn man von einem besser zugänglichen Motorraum spricht, meint man zunächst wohl die Motorhaube vorn mit ihrem viel einfacheren Öffnungsmechanismus. Hinzu kommt beim T4 allerdings auch noch die fast komplett und mit wenigen Schrauben abnehmbare Front, eine erleichterte Möglichkeit auch zum Triebwerksausbau, die der T4 mit manch anderem VW-Modell teilt. Allerdings scheint die Auswahl der Bleche, die speziell verzinkt wurden, aus heutiger Sicht noch etwas zu begrenzt gewesen zu sein.


Eigentlich müsste die Einführung des T4 für die Zulieferer von Einrichtungen für Camping und Business ein Grund zur Freude sein, denn schließlich kann man ohne den lästigen Antrieb hinten jetzt freier planen. Aber andererseits scheint das Werk in Hannover seine Kapazitäten durch jetzt nicht mehr dort produzierte Wasserboxer auf andere Teilgebiete beim Bau des Transporters umgelegt zu haben. Zum Teil bezieht man die Anbieter auch als Zulieferer ein, so z.B. Kamei und Westfalia beim California.

Aber wie beim Tuning bietet das Werk immer mehr selbst in der Aufpreisliste an, was früher erst später installiert wurde. Das sind nicht nur andere Innenverkleidungen, sondern auch aufklappbare und feste Hochdächer, Sessel, Liegeflächen, Schränke und Klapptische. Nicht nur, dass der Grundpreis z.B. für den Kastenwagen auf 25.500 DM gestiegen ist, eine, allerdings limitierte Serie zusammen mit Kamei soll teurer als ein Phaeton gewesen sein.


Auch von der Antriebsseite her scheint der T4 entfesselt. Erst basieren die Dieselmotoren noch als Saugmotoren auf dem Prinzip der Wirbelkammer. Ungefähr zur gleichen Zeit wie das bei diesem Fahrzeug besonders wichtige Facelift von 1996 (Bild oben) erscheinen auch hier mehrheitlich TDI-Motoren mit sechs Zylindern und sogar VR6 mit 2,8 Liter Hubraum. Ob die Bezeichnung 'Bulli' immer noch berechtigt ist angesicht 150 kW (204 PS)? Und natürlich fehlt der 'synchro' nicht, auch wenn sein teilweise einzig benutztes Merkmal das hinten außen angebrachte Reserverad ist.



Deutsche Untertitel möglich . . .








Sidemap - Technik Impressum E-Mail Datenschutz Sidemap - Hersteller