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  Sensoren - Potenziometer



Was glauben Sie, haben meine Kollegen und ich als erstes damals bei der Fortbildung über das neue E-Gas an einem Peugeot angestellt? Sie kommen nicht drauf? Uns das Gaspedal angeschaut und den Stecker gesucht. Den haben wir dann unverzüglich bei laufendem Motor abgezogen. Sie dürfen raten, was daraufhin passierte. Gleich kommt die Auflösung.

Wir haben uns oft solche Schlitzereien erlaubt. An einem Porsche mit K-Jetronic haben wir ein Einspritzventil vorne abgesägt und wieder an Ort und Stelle montiert. Warum? Weil der Trainer behauptet hatte, das Ventil hätte keinen Einfluss auf die Menge des eingespritzten Kraftstoffs. Hatte es auch nicht, jedenfalls bei der K-/KE-Jetronic.

Bei Renault haben wir an einem Megane Klappcabrio die Bremsen warmgefahren und es dann nach Betätigen der damals neuen elektrischen Handbremse abgestellt. Danach war Horchen an den Hinterrädern angesagt und tatsächlich, nach einer gewissen Zeit wurde die Bremse nachgezogen, obwohl das Auto längst verlassen und die Türen abgeschlossen waren.


Und der Peugeot-Motor? Nein, ausgegangen ist er nicht, im Gegenteil. Er nahm sofort eine bestimmte Drehzahl deutlich über der im Leerlauf an. Die hätte dann gereicht, um nach Hause zu kommen oder die nächste Werkstatt zu erreichen. Die Geschwindigkeit konnte natürlich nur noch durch Schalten verändert werden.


Nein, eigentlich geht es uns in diesem Kapitel nicht nur um den Fußfahrgeber. Übrigens auch deshalb, weil Fußfahrgeber der neueren Generationen nicht mehr unbedingt Potenziometer (Bild oben) enthalten. Schauen Sie sich nur das letzte Video unten an. Dort geht es um einen berührungslosen, der mit der gezielten Verstimmung von Magneten arbeitet.

Auch wird in diesem Video der amerikanischen Tragik in Verbindung mit angeblich defekten Fußfahrgebern nachgegangen, die in Fahrstellung nicht mehr in den Leerlauf zurückgekehrten. Vielleicht die Schuld der ungenügenden Ausbildung der Fahrschüler/innen in USA, denn ein entschlossener, nicht nachlassender Tritt auf die Bremse zwingt grundsätzlich auch einen Motor bei Volllast in die Knie. Abschalten der Zündung hilft dabei.


Ältere Fußfahrgeber haben in der Regel Potenziometer, über die sie dem Motorsteuergerät die Gaspedalstellung mitteilen. Es sind zur Sicherheit immer zwei. Ob von denen nun beim Gasgeben eines mit steigendem Widerstand die Spannung an seiner Signalleitung sinken und das andere bei sinkendem Widerstand die Spannung sinken lässt, oder beide gleichsinnig vielleicht mit einem bestimmten Abstand beim Widerstand arbeiten, sei jetzt einmal dahingestellt.

Jedenfalls muss eins klar sein, die Genauigkeit wird im Prinzip nicht größer, wenn man zu einem Messgerät ein zweites mit gleicher Genauigkeit hinzunimmt. So würde z.B. der Mittelwert zwischen zwei Uhren nur dann genauer als der jeder einzelnen sein, wenn die eine vor- und die andere nachgeht. Aber weiß man das? In allen anderen Fällen wird der Mittelwert von der stärker vor- oder nachgehenden Uhr ungünstig beeinflusst.


Gaszug mit Drosselklappe und Potenziometer


In unserem Fall ist der Widerstand wohl linear steigend oder fallend. Das muss nicht für jedes Potentiometer gelten. Messen Sie einmal einen alten Luftmengenmesser (Bild unten) durch und Sie werden sich wundern. Auch kommt ein doppeltes Potenziometer nicht nur am (älteren) Fußfahrgeber vor, sondern auch an der Drosselklappe, sei sie durch Gaszug (Bild oben) oder Stellmotor betätigt.


Die berührungslose Messung ist der mit Widerstandsbahnen überlegen. Bei einem Defekt der einen, nimmt das Steuergerät die des anderen und geht in den Notlauf. Aber was bedeutet in diesem Fall ein Defekt? Jedes Potenziometer hat drei Anschlüsse, Spannungsversorgung und Signalleitung bzw. Abgriff an dem/n die Widerstandsbahn überfahrenden Schleifer(n).


Jetzt können Sie natürlich die Sache spannungslos machen und eine Widerstandsmessung durchführen oder das zum Motorsteuergerät gegebene Spannungssignal abgreifen. Nur werden Sie damit einem häufigen Schaden an der meist von Lasern hergestellten Widerstandsbahn nicht gerecht. Allerdings können Sie bei der Gelegenheit Soll- und Istwert vergleichen.


Motorgetriebene Drosselklappe mit Potenziometer

Das ist der Ausfall innerhalb einer ziemlich oder gar sehr kleinen Strecke. Wenn Sie also nicht zufällig mit der Gaspedalstellung den Punkt des Ausfalls erwischen, haben Sie keine Chance. Deshalb gleich das richtige Messgerät, nämlich das Oszilloskop wählen. Das zeigt Ihnen bei lang eingestellten Millisekunden auf der x-Achse entsprechendem Gasgeben auch kleinste Ausfallstellen an.


Hier sehen Sie die beiden möglichen Bilder des Messvorgangs bei einem der Potenziometer nachgezeichnet. Dazu wurde das Pedal langsam gedrückt und ebenso langsam zurückgenommen. Oben ist bei 1 und 4,5 Sekunden ein größerer Defekt zu sehen. Den hätten Sie auch mit dem Multimeter finden können. Das wäre bei dem unten sich nach 1,5 und 4,1 Sekunden zeigenden schon deutlich schwieriger gewesen.










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